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Nordkorea-Krise: Geheimtreffen abgesagt! Nordkorea lässt USA abblitzen

Ungeachtet der harschen Rhetorik im Konflikt um Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm wollte sich US-Vizepräsident Pence in Südkorea mit der Kim-Schwester treffen. Die ließ ihn aber abblitzen.

Nordkorea soll ein angebliches Geheimtreffen mit US-Vizepräsident Mike Pence bei Olympia 2018 überraschend abgesagt haben. Bild: Natacha Pisarenko/dpa

In letzter Minute hat Nordkorea ein geplantes Geheimtreffen der Schwester von Machthaber Kim Jong Un mit US-Vizepräsident Mike Pence am Rande der Olympischen Winterspiele in Südkorea abgesagt. Die Sprecherin des Washingtoner Außenministeriums, Heather Nauert, bestätigte auf Twitter einen entsprechenden Bericht der "Washington Post" vom Mittwoch und bedauerte, dass die Nordkoreaner die Gelegenheit nicht ergriffen hätten. Pence habe bei dem Treffen die Notwendigkeit unterstreichen wollen, dass Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenprogramm aufgeben müsse.

Geheimtreffen bei Olympia: Kim Yo Jung lässt Mike Pence abblitzen

Das Treffen mit der einflussreichen Kim Yo Jong, die als enge Beraterin ihres Bruders gilt, sollte am Samstag, dem Tag nach der Eröffnungsfeier, im Regierungssitz in Seoul stattfinden, berichtete die Zeitung. Auch das protokollarische nordkoreanische Staatsoberhaupt Kim Yong Nam sollte teilnehmen. Am Morgen habe die nordkoreanische Seite die Pläne noch bestätigt, doch sei die Absage "weniger als zwei Stunden" vorher erfolgt.

Ankündigung neuer US-Sanktionen lässt Nordkorea-Treffen platzen

Die Nordkoreaner hätten bei der Absage ihren Unmut geäußert, dass Pence vorher neue scharfe Sanktionen angekündigt und sich bei seinem Besuch in Südkorea auch mit nordkoreanischen Überläufern getroffen hatte. Der US-Vizepräsident war der Kim-Schwester und der nordkoreanischen Olympia-Delegation bis dahin demonstrativ aus dem Weg gegangen oder hatte sie ignoriert. Bei der Eröffnungszeremonie am Vorabend hatten die beiden Nordkoreaner direkt hinter ihm gesessen.

Südkorea versucht sich als Vermittler in Nordkorea-Krise

Die US-Seite hatte dem geplanten Treffen aber schon vor der Abreise von Pence aus den USA am 5. Februar zugestimmt. Die Initiative dafür sei von südkoreanischer Seite ausgegangen, schrieb das Blatt. Details seien aber erst nach seiner Ankunft ausgearbeitet worden.

USA wollten Nordkorea zeigen, dass man es ernst meine

Nach Darstellung des Büros von Pence und Vertretern des Weißen Hauses wollte Pence in dem Gespräch nicht Verhandlungen aufnehmen, sondern vielmehr den Nordkoreanern persönlich die harte Haltung der USA übermitteln, schrieb die "Washington Post". Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump sollte ihnen klar gemacht werden, dass die US-Seite auch wirklich meine, was sie öffentlich sage.

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