SPD-Chaos: SPD im Dauerstreit! So könnte die neue Bundesregierung aussehen

Die Ernennung von Andrea Nahles zur Parteichefin der SPD ist nur noch eine Formsache. Eigentlich sollte damit die ewige Personaldebatte bei den Sozialdemokraten ein Ende haben. Doch weit gefehlt, jetzt geht der Kampf um die Ministerposten erst richtig los.

Wer wird welchen Ministerposten übernehmen? Die SPD streitet weiter. Bild: dpa

Führende Genossen wünschen sich ein Ende der Personaldebatten in ihrer Partei. Doch selbst wenn das Hickhack um die Parteiführung vorbei ist, dürften die Spekulationen über die SPD-Besetzung im Kabinett weitergehen. Die Partei hat sich hierzu Schweigen bis nach dem Ende des SPD-Mitgliederentscheides Anfang März verordnet. Ob das gelingt? Bislang waren gute Vorsätze dieser Art in Sachen Personal nicht sehr erfolgreich. Wer könnte was werden?

Martin Schulz verzichtet aufs Außenministerium - wird eine Frau Vizekanzler?

Nach dem Verzicht des bisherigen Parteichefs Martin Schulz ist die Besetzung offen. Dass Noch-Minister Sigmar Gabriel bleiben darf, gilt spätestens nach seinem jüngsten Querschuss als unwahrscheinlich, obwohl er in der Bevölkerung hohes Ansehen genießt. Als mögliche Kandidaten gehandelt werden der geschäftsführende Justizminister Heiko Maas, der Außenpolitiker Niels Annen, Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann oder die amtierende Familienministerin Katarina Barley. Eine Frau in dem Amt wäre neu.

Tritt Olaf Scholz die Nachfolge von Wolfgang Schäuble als Finanzminister an?

Hier gilt Hamburgs Erster Bürgermeister, Olaf Scholz, als gesetzt. Er hüllt sich bislang in Schweigen - vermutlich auch, um es sich mit den Hamburgern nicht zu verscherzen, falls aus der GroKo nichts wird. Über Finanzen im Allgemeinen und die SPD-Kompetenzen in Geldfragen redet Scholz derzeit aber durchaus gerne. Der SPD-Vize hat den Finanz-Part im Koalitionsvertrag mit ausgehandelt.

Gute Chancen für Eva Högl im Justitzminsterium

Der bisherige Justitz-Ressortchef Maas hat gute Chancen, im Amt zu bleiben. Es sei denn, er wird an anderer Stelle verplant. In dem Fall könnte Katharina Barley auch für diesen Posten in Frage kommen, oder die Berliner Abgeordnete Eva Högl - eine Innenexpertin, die sich im Untersuchungsausschuss zur rechten NSU-Terrorzelle einen Namen machte. Sie wäre ein neues Gesicht im Kabinett.

Katharina Barley könnte weiterhin den Vorsitz im Familienministerium inne haben, das sie erst kurz vor Ende der Wahlperiode übernommen hat, als ihre Vorgängerin Manuela Schwesig Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern wurde. Alternativ könnte hier auch Eva Högl zum Zug kommen.

Arbeitsministerium für Maas? Fällt Umweltministerin Barbara Hendricks der Verjüngung zum Opfer?

Auch als Minister für Arbeit und Soziales wären Maas, Barley oder Högl denkbar. Das Ministerium mit dem größten Einzeletat zu übernehmen, wäre für alle drei reizvoll. Für die SPD ist es ein Kernressort zur Profilierung.

Umweltministerin Barbara Hendricks hat sich hier als Ressortchefin Respekt erarbeitet. Allerdings steht sie mit ihren 65 Jahren nicht gerade für die Erneuerung, nach der sich viele Genossen so sehr sehnen. Denkbar wäre deshalb, dass auch hier ein neues Gesicht nachrücken könnte: etwa der Umweltexperte Matthias Miersch.

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koj/mag/news.de/dpa

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