Sicherheitsbehörde teilt mit: HIER ist die Zahl der islamistischen Gefährder deutlich gestiegen

Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg zeigen sich alarmiert. Die Zahl der islamistischen Gefährder ist im Südwesten deutlich gestiegen. Aktuell habe sich die Zahl beinahe verdoppelt.

Gefährder sind Menschen, denen der Verfassungsschutz prinzipiell eine terroristische Tat zutraut. Bild: dpa

Die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg identifizieren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur immer mehr islamistische Gefährder im Südwesten. Inzwischen hat sich die Zahl jener Menschen, denen die Polizei grundsätzlich einen islamistischen Terrorakt zutraut, in dem Bundesland von rund 60 vor wenigen Monaten auf 93 erhöht. Als einer der Gründe gilt die rapide steigende Zahl der Ermittlungsverfahren bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart - dadurch ergeben sich auch immer mehr Hinweise auf potenzielle Gefährder.

Immer mehr islamistische Gefährder im Südwesten

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) geht von einer hohen abstrakten Gefahr eines Terroranschlags aus. Es lägen aber keine konkreten Hinweise auf Anschläge vor. "Wir führen konsequent Ermittlungsverfahren mit offenen und verdeckten Aufklärungsmaßnahmen, wir sind im Informationsaustausch mit anderen Sicherheitsbehörden auf Bundes- und Landesebene und wir sammeln Informationen zum Islamismus und werten sie aus", sagte Strobl.

Fast 1.000 Deutsche reisten nach Syrien

Nach Erkenntnissen von Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt sind seit Beginn der Kämpfe in Syrien 2011 rund 970 Menschen aus Deutschland in das Krisengebiet ausgereist. Davon seien 50 aus Baden-Württemberg, sagte der Islamismusfachmann des Landesamtes für Verfassungsschutz, Herbert Landolin Müller, der Deutschen Presse-Agentur.

Drohende Gefahr durch islamistische Gefährder bleibt bestehen

Deutschlandweit gibt es nach jüngsten Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) rund 750 Gefährder. Eine Entspannung der Lage sei nicht absehbar, hatte BKA-Präsident Holger Münch zuletzt gewarnt. Er forderte für den Kampf gegen den islamistischen Terror einen einheitlichen Rechtsrahmen in den Polizeigesetzen der Länder und ein einheitliches Informationsmanagement.

Lesen Sie auch: So viele Gefährder gibt es in Deutschland wirklich

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fka/news.de/dpa

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