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Donald Trump: Häusliche Gewalt? Trump verliert engen Mitarbeiter

Wieder sorgen heikle Schlagzeilen aus dem West Wing des Weißen Hauses für Aufruhr. Zwei Frauen beschuldigen Trumps Stabssekretär, sie vor mehreren Jahren geschlagen zu haben. Er streitet das ab - zieht aber Konsequenzen.

Hinter Donald Trump liegt offenbar eine harte Woche. Bild: dpa

Nach Vorwürfen häuslicher Gewalt ist ein enger Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten. Stabssekretär Rob Porter werde das Weiße Haus verlassen, sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders am Mittwoch. Es handele sich um eine persönliche Entscheidung des 40-Jährigen, er sei dabei nicht unter Druck gesetzt worden. Porter war im Westflügel des Weißen Haus unter anderem für den Schriftverkehr Trumps und seinen Terminplan zuständig und arbeitete eng mit Stabschef John Kelly zusammen.

Vorwurf häusliche Gewalt: Donald Trumps Stabssekretär Rob Porter tritt zurück

Zwei Ex-Frauen Porters werfen Porter vor, sie vor mehreren Jahren körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Er bestreitet das. Seine erste Frau Colbie Holderness sagte der "Daily Mail", er habe sie während ihrer fünfjährigen Ehe wiederholt geschlagen und gewürgt. Die Boulevardzeitung veröffentlichte Fotos von Holderness, auf denen ihr linkes Auge offenbar blau angeschwollen ist. Die 37-Jährige sagte der Zeitung, die Verletzung sei entstanden, als Porter sie während eines Urlaubs in Italien geschlagen habe.

Trump-Berater weist Gewalt-Vorwürfe zurück

Porter wies das zurück. Die Fotos seien vor 15 Jahren aufgenommen worden, er selbst habe sie gemacht. "Und die Realität dahinter ist nicht annähernd so, wie sie beschrieben wird", hieß es in einer Stellungnahme. Die Vorwürfe seien "falsch und empörend". Er sprach von einer "Schmierenkampagne".

Porter agierte bei seiner Arbeit im Weißen Haus vor allem im Hintergrund, war aber stets nah am Präsidenten dran. Die "New York Times" berichtete, er habe unter anderem mitgeholfen, Trumps erste Rede zur Lage der Nation im Januar zu schreiben.

Donald Trump schweigt - So reagiert das Weiße Haus

Eine persönliche Reaktion des Präsidenten zu dem Rücktritt gab es am Mittwoch nicht. Stabschef Kelly erklärte am Abend, er sei schockiert von den Anschuldigungen. "In unserer Gesellschaft gibt es keinen Platz für häusliche Gewalt. Ich stehe zu meinen früheren Äußerungen über Rob Porter, den ich seit meinem Amtsantritt als Stabschef kennengelernt habe und ich glaube, dass jeder Mensch das Recht hat, seine Reputation zu verteidigen."

Die "Daily Mail" hatte am Dienstag aus einer Stellungnahme Kellys zitiert, in der er Porter als einen "Mann von wahrer Integrität" sowie als "Freund und Vertrauten" bezeichnete.

Horror-Woche für Donald Trump: So schlecht steht es um seine Ehe mit Melania

Für Donald Trump geht damit eine weitere schwierige Woche zu Ende. Denn neben politischen Problemen muss sich der US-Präsident zudem mit privaten Sorgen herumplagen. Zahlreichen Medienberichten zufolge soll es in der Ehe zwischen ihm und Melania Trump gewaltig kriseln. Erst vor wenigen Tagen waren Aufnahmen aufgetaucht, auf denen Melania die Hand ihres Gatten zum wiederholten Male abweist. Ein weiteres Indiz für eine handfeste Ehe-Krise?

Lesen Sie auch: Auf der Flucht! Melania rechnet ab.

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sba/news.de/dpa

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