Donald Trump: US-Präsident soll den Friedensnobelpreis erhalten

Der Friedensnobelpreisträger wird jedes Jahr aus mehreren Hundert Kandidaten ausgewählt. Die ersten Vorschläge sind schon eingegangen. Auch US-Präsident Donald Trump steht erneut auf der Liste.

Donald Trump wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Bild: dpa

US-Präsident Donald Trump ist zum dritten Mal in Folge für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. "Ich kann bestätigen, dass Trump nominiert ist", sagte der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts, Henrik Urdal, der Online-Zeitung "Nettavisen". Die Begründung sei die gleiche wie im Vorjahr: sein Grundsatz "Frieden durch Stärke". Wer ihn vorgeschlagen habe, sei vertraulich. Zum ersten Mal war Trump 2016 noch als Präsidentschaftskandidat in die Auswahl für den renommierten Preis gekommen.

Wie erfolgt die Nominierung für den Friedensnobelpreis?

Für den Friedensnobelpreis nominiert werden kann jeder, nominieren darf aber nur ein begrenzter Kreis. Dazu gehören etwa Mitglieder von Regierungen, Universitätsprofessoren, Friedensforscher und frühere Friedensnobelpreisträger. Ihre Vorschläge können sie jeweils bis zum 31. Januar einreichen. Endgültig steht die Liste allerdings noch nicht: Die fünf Mitglieder des Nobelkomitees können bis Ende Februar noch Nominierungen abgeben.

Neben Donald Trump: Wer wurde noch für den Friedensnobelpreis nominiert?

Unter den diesjährigen Vorschlägen ist nach Informationen der Nachrichtenagentur NTB auch die regierungskritische russische Zeitung "Nowaja Gaseta". Er habe sie gemeinsam mit Menschenrechtsanwälten und -aktivisten nominiert, sagte ein Politiker der sozialistischen Linkspartei der Agentur. Es sei höchste Zeit, dass russische Aktivisten gewürdigt würden. Seit Ex-Staatschef Michail Gorbatschow 1990 hat kein Russe mehr den Friedensnobelpreis bekommen.

Friedensnobelpreis 2018: Donald Trump in guter Gesellschaft

Bisher bekannte Vorschläge sind auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Whistleblower Edward Snowden, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die kurdischen Peschmerga, die im Irak gegen den Islamischen Staat kämpfen.

Wer erhielt den Friedensnobelpreis 2017?

Im vergangenen Jahr wurde die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (Ican) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie wurde aus einer Vorschlagsliste mit 215 Personen und 103 Organisationen ausgewählt. Diese Liste wird eigentlich 50 Jahre lang geheim gehalten. Wer einen Kandidaten nominiert, darf das aber öffentlich sagen.

Friedensnobelpreis für Recep Tayyip Erdogan?

Im vergangenen Jahr hatte die Nominierung des Türkei-Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für Schlagzeilen gesorgt. Wenn es nach seinen Anhängern gegangen wäre, hätte es der Türkei-Präsident verdient gehabt, für seine "Verdienste für die Menschheit" ausgezeichnet zu werden. Es ist anzunehmen, dass auch Donald Trumps Nominierung in Anbetracht der Nordkorea-Krise ähnlich hohe Wellen schlagen wird.

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fka/bua/news.de/dpa

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