26.01.2018, 11.36 Uhr

Brüste, Vaginas und Syrer! : AfD-Chefin Alice Weidel fordert Kika-Verbot

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel will den Kika verbieten lassen. Nach dem Skandal um die Beziehungsdoku zwischen einem Syrer und einer 16-Jährigen und dem Brüste-Memory sieht sie den Bildungsauftrag gefährdet.

Alice Weidel will den Kika offenbar zensieren lassen. Bild: dpa

Der Kinderkanal Kika sorgte sich in den vergangenen Wochen für Aufsehen. Nun schnappt sich AfD-Chefin Alice Weidel die Skandale und fordert: "Kika sofort vom Netz nehmen!"

AfD-Chefin Alice Weidel fordert Kika-Verbot

Erst zeigte der Kika die Doku "Malvina, Diaa und die Liebe". Darin geht es um die Beziehung zwischen einem syrischen Flüchtling und einem 16 Jahre alten Mädchen. Die Kritik: Der junge Mann, dessen Alter mehrfach korrigiert werden musste, überforderte seine Freundin mit Verboten und Einschränkungen. Kurz danach folgte auf der Webseite des Senders ein Brüste-Memory-Spiel, dass den drei- bis 13-jährigen Zuschauern das eigene sexuelle Selbstverständnis näherbringen sollte. Nun brachte ein Beitrag, der Jungen zeigte, wie man einen BH öffnen sollte, das Fass jedoch zum Überlaufen.

Vermittlung gesellschaftlicher Werte als höchster Bildungsauftrag

"Wurde kürzlich die Liebesschnulze zwischen einem erwachsenen Syrer und seiner minderjährigen Flüchtlingshelferin thematisiert, lernen die neuen Deutschen nun in einem ähnlichen Sendeformat, wie sie BHs fachmännisch zu öffnen haben", schreibt Alice Weidel auf Facebook.

Alice Weidel mit Fremdenhass-Posting

Gezielt spielt Weidel die Propaganda der AfD aus. Ihr Facebook-Kommentar liest sich wie eine Hasstirade auf alles Fremde. "Während im ersten Fall der Eindruck entsteht, es sei völlig normal, über Jahrzehnte erstrittene Freiheiten nun ad hoc einem rückständigen Weltbild zu opfern, vermittelt Kika jetzt die Erkenntnis. dass es völlig in Ordnung ist, sich von denen an den Brüsten herumfummeln zu lassen, die noch nicht so lange hier leben.". Doch angesichts der aktuellen schweren Aufgaben, die vor der AfD liegen, sollte die Forderung nach Abschaltung und Zensur des Kika vorerst ein Sturm im Wasserglas bleiben.

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koj/bua/news.de

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