"Anti-Terror-Einsatz" in Litauen: HIER testete Putin schon seine Atomwaffen

Bereits im vergangenen Herbst hielt Russland eine militärische Übung an der Grenze zu Litauen ab. "Sapad 2017" wurde die Aktion getauft. Der litauische Ministerpräsident Saulius Skvernelis ist sich jedoch sicher, dass die Übungen Offensivcharakter hatten und Atomwaffen im Spiel waren.

Der russische Präsident Wladimir Putin beobachtet im September 2017 in der Nähe von St. Petersburg (Russland) das umstrittene Großmanöver "Sapad". Bild: Mikhail Klimentyev / Sputnik / picture alliance / dpa

Mit einer massiven Kampfübung an der Grenze zu Litauen und Polen brachte sich das russische Militär im vergangenen Herbst in die Schlagzeilen. In der "Sapad 2017" getauften Aktion sollten nach Angaben der russischen Streitkräfte rund 12.700 Soldaten kämpfen, westliche Beobachter schätzten die tatsächliche Zahl der beteiligten Militärs jedoch auf bis zu 80.000. Moskau hatte zum Ziel des Manövers vom 14. bis 20. September erklärt, geübt werde die Abwehr von Terroristen in einem fiktiven Kleinstaat im Westen Weißrusslands.

Anti-Terror-Einsatz "Sapad 2017": Hantierte Wladimir Putin mit Atomwaffen?

Doch ließ Wladimir Putin im Herbst 2017 tatsächlich nur Terror-Bekämpfung trainieren? Der litauische Ministerpräsident Saulius Skvernelis schätzt das anders ein. Dem Politiker zufolge habe Russland bereits zahlreiche militärische Übungen in unmittelbarer Nähe des Baltikum-Staates abgehalten - doch anders als frühere Manöver habe "Sapad 2017" deutlich offensiven Charakter gehabt, enthüllte der Staatsmann jetzt in einem Interview mit der "Bild". Auch die Nato wertete die Übung im September 2017 als Übung "für einen großen zwischenstaatlichen Konflikt".

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Litauens Ministerpräsident: "Sapad 2017 war keine Anti-Terror-Übung"

Die Angriffslust Wladimir Putins habe sich Skvernelis zufolge auch darin gezeigt, dass im Rahmen von "Sapad 2017" der Umgang mit Atomwaffen trainiert worden sei - das wiederum wäre untypisch für eine Anti-Terror-Übung. Ein deutliches Bekenntnis seitens Russland dazu, welche Waffen bei dem Militärtraining auf dem Baltikum zum Einsatz kamen, erhielt Litauen jedoch nicht.

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zurück Weiter Der russische Präsident Wladimir Putin nahm am 19.01.2018 am Seligersee in Svetlitsa (Russland) im Nilow-Kloster am Gottesdienst zum Epiphanias-Fest teil. (Foto) Foto: Alexei Druzhinin/dpa Kamera

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loc/mag/news.de/dpa

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