23.01.2018, 10.07 Uhr

Kim Jong Un: Raketenalarm in Japan und auf Hawaii

Kim Jong Un baut seine atomare Schlagkraft kontinuierlich aus. Bild: dpa

In Japan und Hawaii ist die Sorge eines atomaren Angriffs bereits jetzt sehr groß. Beide Regionen hatten in den letzten Tagen einen Fehlalarm erlebt. Ein falscher Raketenalarm hatte am 13. Januar 2018 den im Pazifik gelegenen US-Bundesstaates Hawaii in Angst und Schrecken versetzt. Die Katastrophenschutzbehörde EMA des Bundesstaats sandte SMS-Nachrichten an die Bevölkerung, in denen vor einer Rakete gewarnt wird, die im Anflug auf Hawaii sei.

Drei Tage später dann ein ähnlicher Fall in Japan. Nordkorea hat einen Raketenangriff gestartet - so lautete eine Eilmeldung, die der öffentlich-rechtliche Rundfunksender NHK aus Japan über den Äther schickte. Wenige Minuten später musste der Sender allerdings zurückrudern. In beiden Fällen führte menschliches Versagen zu den Fehlalarmen.

Hungersnot in Nordkorea: Atomares Säbelrasseln überschattet andere Probleme

Doch damit nicht genug: Der schwelende Konflikt zwischen Nordkorea und den USA überschattet unterdessen Kim Jong Uns Probleme im eigenen Land. Experten sprechen von einer humanitären Krise und nennen im gleichen Zuge Länder wie Eritrea und Burundi. Der "Guardian" hat sich kritisch mit der Berichterstattung über die Hungernot in Nordkorea auseinandergesetzt und musste feststellen, dass lediglich 51 Medien Thema aufgegriffen und ihm einen Artikel gewidmet hatten.

Wann also kümmert sich Kim Jong Un wieder um sein Volk und nicht etwa darum, wer den größeren Atomknopf hat?

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

fka/bua/news.de/dpa

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser