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19.01.2018, 08.48 Uhr

Denis Cuspert tot: Deutscher IS-Rapper Deso Dogg getötet

Totgesagt wurde der Islamist, IS-Mann und Ex-Rapper Cuspert schon mehrfach. Aus Sicherheitskreisen wurden die Berichte aber nie bestätigt. Jetzt gibt es erstmals eine Art "Nachruf".

Denis Cuspert alias Deso Dogg soll in Syrien getötet worden sein. Bild: dpa

Der schon mehrfach totgesagte Dschihadist und Ex-Rapper Denis Cuspert aus Berlin soll bei einem Luftangriff in Syrien getötet worden sein. Das berichteten das mutmaßlich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahestehende Medium "Wafa" und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Von offizieller Seite gab es zunächst keine Stellungnahme internationaler Sicherheitsbehörden. Auch IS-nahe Propagandakanäle schwiegen zunächst zu den Berichten. Deutsche Sicherheitskreise gehen aber davon aus, dass die Todesmeldung diesmal zutrifft, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Gewisse Zweifel blieben allerdings, hieß es.

Denis Cuspert ist tot: Deutscher IS-Rapper Deso Dogg in Syrien getötet

Cuspert, der zuletzt den Namen Abu Talha al-Almani ("Der Deutsche") trug, soll am Mittwoch zusammen mit 14 weiteren IS-Kämpfern in der Stadt Raranidsch (englisch: Gharanij) in der syrischen Provinz Dair as-Saur getötet worden sein, wie der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, am Freitag sagte. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk an Aktivisten in Syrien.

Das Portal "Wafa" hatte Fotos von einer blutbefleckten Leiche verbreitet, bei der es sich um Cuspert handeln soll, und berichtete über den Lebensweg des Dschihadisten.

Deso Dogg tot: Endgültige Sicherheit erst durch DNA-Test

Deutsche Sicherheitskreise gehen - unter anderem nach der Analyse des vorliegenden Bildmaterials - davon aus, dass es sich dabei tatsächlich um Cuspert handelt. Sie betonten aber, es blieben gewisse Zweifel, da es beispielsweise keine DNA-Analyse gebe, die endgültige Sicherheit liefere. Eine offizielle Bestätigung der Todesmeldung durch die deutschen Sicherheitsbehörden gab es daher zunächst nicht. Auch ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin sagte nur, man habe die Meldung von Cusperts Tod vernommen und bemühe sich um Aufklärung.

Deso Dogg: Vom Rapper zum IS-Terroristen

Die von den USA geführte Militärkoalition in Syrien veröffentlichte am Freitag einen Bericht, in dem sie die Luftangriffe der vergangenen Woche auflistete. Dabei schrieb sie von sechs Angriffen auf IS-Stellungen am vergangenen Mittwoch. Nahe der ostsyrischen Stadt Abu Kamal, die in derselben Provinz liegt wie die Stadt Raranidsch, seien unter anderem zwei Logistikzentren, drei Kampfstellungen, ein Tunnel und ein vom IS gehaltenes Gebäude zerstört worden. Nähere Angaben zu möglicherweise getöteten IS-Kämpfern nannte der Bericht nicht.

Cuspert wurde bereits mehrfach totgesagt. Er war in Deutschland als Rapper "Deso Dogg" aufgetreten und wurde später als schillernde Figur in der Islamisten-Szene bekannt. Der Deutsch-Ghanaer schloss sich dem IS 2014 an. Anfang 2015 setzten die USA den Deutschen auf ihre Terroristenliste. Cuspert hatte in zahlreichen IS-Videos zu Gewalt aufgerufen und mit islamistischen Anschlägen gedroht.Er soll damit beauftragt gewesen sein, Deutsche für den IS zu rekrutieren.

FOTOS: Islamischer Staat Der IS-Terror in Bildern
zurück Weiter Dieser Screenshot eines Propagandavideos der IS-Miliz zeigt voll verschleierte Frauen mit Gewehren, die angeblich in der syrischen Stadt Al-Rakka operieren. (Foto) Foto: Syriadeeply.org / dpa Kamera

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jat/loc/news.de/dpa

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