Steuerüberschuss von 11 Milliarden Euro: Schuldenuhr läuft rückwärts - Politik hat keinen Anteil

Die Bundesregierung hat einen Überschuss von elf Milliarden Euro eingefahren. Und auch die deutsche Schuldenuhr läuft erstmals rückwärts! Doch die Politik trägt keinerlei Anteil an der Entwicklung.

Der Bund hat elf Millionen Überschuss eingefahren. Bild: dpa

Die öffentliche Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler wird nach einem Medienbericht ab Jahresanfang 2018 erstmals in ihrem 22-jährigen Bestehen rückwärts laufen. Auslöser sei der soeben vom Statistischen Bundesamt vermeldete Rückgang der Gesamtverschuldung des Staates im zurückliegenden Jahr um 2,9 Prozent auf noch 1,93 Billionen Euro, sagte der Präsident des Verbandes, Reiner Holznagel, der "Saarbrücker Zeitung" (Freitag).

Politik ohne Anteil an Rückgang der Verschuldung

Die derzeitige positive Entwicklung bedeute aber keine Entwarnung. "Der Rückgang der Verschuldung ist nicht auf eine aktive Politik zurückzuführen, sondern auf das Wirtschaftswachstum, die Steuermehreinnahmen und niedrige Zinsen", warnte Holznagel. Im Fall einer Zinswende hätten die Finanzminister von Bund und Ländern ein großes Problem. "Schon jetzt beträgt die Zinslast im Bundeshaushalt jedes Jahr fast 20 Milliarden Euro."

Wie der "Focus" berichtet, hat der Bund in diesem Jahr einen Überschuss von elf Milliarden Euro erzielt. Dieser würde sogar bei rund 18 Milliarden Euro liegen, hätte der Bund den Energieversorgern nicht Einnahmen aus der Kernbrennstoffsteuer zurückgezahlt.

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bua/fka/news.de/dpa

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