Neue BAMF-Zahlen belegen: Ziel verfehlt! Immer weniger Asylbewerber verlassen Deutschland

Die Bundesregierung hat laut einem Bericht der "Welt" ihr Ziel verfehlt, in diesem Jahr deutlich mehr ausreisepflichtige Migranten in ihre Heimatländer zurückzubringen. Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die Zahlen fast halbiert.

Die Zahl der abgelehnten Asylbewerber, die Deutschland freiwillig verlassen, soll sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert haben (Symbolbild). Bild: Sebastian Willnow/dpa

Die freiwilligen Ausreisen hätten sich bis Ende November 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu halbiert, berichtete die Zeitung (Donnerstag) unter Berufung auf die zuständigen Behörden.

BAMF: Immer weniger Asylbewerber verlassen Deutschland freiwillig

Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) der "Welt" mitteilte, wurden 27.903 finanziell geförderte freiwillige Ausreisen bewilligt. Im Vorjahreszeitraum seien es mit 50.759 noch fast doppelt so viele gewesen.

Zahl der bundesweiten Abschiebungen zurückgegangen

Trotz verstärkter Bemühungen, abgelehnte und ausreisepflichtige Asylbewerber in ihre Heimat zurückzuschicken, haben die meisten Bundesländer in diesem Jahr weniger Menschen abgeschoben als 2016. Wie die Bundespolizei der Zeitung sagte, wurden bis Ende November 22.190 Menschen abgeschoben. Im gesamten Vorjahr waren es demnach 25.375 Personen.

"Rückführungsprogramm" bleibt hinter Erwartungen zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte 2016 eine "nationale Kraftanstrengung zur Rückführung derer, die abgelehnt wurden", angekündigt. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) setzt bei der freiwilligen Ausreise mittlerweile auf eine stärkere finanzielle Förderung. Zuletzt hatte er sich auch für mehr Abschiebehaftplätze sowie die Einrichtung von Entscheidungs- und Rückführungszentren ausgesprochen.

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jat/news.de/dpa

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