Krawalle in Hamburg: Polizei fahndet nach über 100 G20-Gewalttätern - Linke Szene wehrt sich

Fünf Monate liegen die Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg zurück. Die Polizei wertet immer noch umfangreiche Videoaufnahmen aus. Und strengt neue Fahndungen an. Die linksradikale Szene wehrt sich.

Nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg fahndet die Polizei öffentlich nach über 100 mutmaßlichen Gewalttätern. Bild: Georg Wendt/dpa

Gut fünf Monate nach den G20-Krawallen in Hamburg fahnden Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt öffentlich nach mutmaßlichen Gewalttätern.

G20-Krawalle: Polizei fahndet öffentlich nach über 100 Tätern

Dazu wurden am Montag die Fotos von 104 Verdächtigen auf die Internetseite der Hamburger Polizei gestellt. Ihnen werden jeweils erhebliche Straftaten vorgeworfen, wie Oberstaatsanwalt Michael Elsner erläuterte. In den meisten Fällen gehe es um gefährliche Körperverletzung, schweren Landfriedensbruch oder Brandstiftung. Amtsrichter hätten der öffentlichen Fahndung zugestimmt, sagte der Oberstaatsanwalt. Nach den Tatverdächtigen hatte die Polizei zuvor erfolglos gefahndet.

Soko "Schwarzer Block" ermittelt in über 3.300 Fällen

Die Polizei stellte zudem Videosequenzen auf ihre Seite, die das Ausmaß der Straftaten bei den Protesten gegen den G20-Gipfel Anfang Juli zeigen. Die Polizei schätzt, dass in den drei Tagen vom 6. bis zum 8. Juli 5000 bis 6000 Täter aktiv waren. Die Soko "Schwarzer Block" habe bislang 3.340 Ermittlungsvorgänge eingeleitet, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Bei mehreren Hundert Verfahren seien Beschuldigte bereits namentlich festgemacht worden.

Die Polizei Hamburg hat die Fotos auf einer eigens eingerichteten Internetseite bereitgestellt.

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