Horst Seehofer: Mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt, Doppelspitze mit Söder

CSU-Chef Horst Seehofer sieht seine Partei mit ihrer künftigen Doppelspitze aus ihm selbst und aus dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder vor einer neuen Ära. Die Aufteilung bedeute eine Trennung der Ämter.

Seehofer wurde mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt. Bild: dpa

"Aber die Aktionseinheit der CSU bleibt", sagte Seehofer am Samstag vor seiner Wiederwahl beim CSU-Parteitag in Nürnberg. Er habe die politische Verantwortung für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl übernommen, "auch wenn die Ursache in Berlin lag", sagte der CSU-Chef. Dies war ein Seitenhieb auf Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel. Seehofer hatte ihre Flüchtlingspolitik lange Zeit scharf kritisiert.

Neue Ära für die CSU: Doppelspitze aus Seehofer und Söder

Seehofer schlug Söder selbst als Nachfolger im Amt des Regierungschefs vor. "Er kann es und er packt es. Das ist Markus Söder", sagte der Vorsitzende. Die großen Fragen Bayerns seien schon früher zwischen ihm und Söder in großer Einigkeit entschieden worden. Seehofer betonte, er werde bei der Landtagswahl im Herbst nicht erneut für einen Sitz im Landtag kandidieren.

Seehofer weiterhin Parteivorsitzender

Trotz der immensen Verluste bei der Bundestagswahl ist CSU-Chef Horst Seehofer erneut in seinem Amt bestätigt worden. Nach der demonstrativen Einigung mit seinem Rivalen Markus Söder erhielt er beim Parteitag im Samstag in Nürnberg 83,7 Prozent der Stimmen - nach 87,2 Prozent vor zwei Jahren.

Seehofer sicherte Söder eine enge Zusammenarbeit zu. Er wolle mithelfen, dass das Jahr 2018 zu einem großen Erfolg für die CSU werde. `"Das werde ich tun, Markus, und darauf kannst du dich verlassen."

Seehofer zog eine positive Bilanz der jahrzehntelangen CSU-Regierung. "Bayern blüht, Bayern boomt", sagte er. "Bayern ist das Paradies, das können wir uneingeschränkt sagen."

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fka/news.de/dpa

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