Rex Tillerson: Ist DAS ein Friedensangebot an Nordkorea?

Nachdem sich die Nordkorea-Krise in den letzten Wochen weiter zugespitzt hat, schlägt die USA plötzlich sanftere Töne an. Außenminister Tillerson zeigt sich offen für Gespräche. Wird der Streit friedlich beigelegt?

Laut US-Außenminister Rex Tillerson sind die USA zu Gesprächen mit Nordkorea bereit. Bild: Hans Punz/dpa

Im Atomstreit mit Nordkorea sind die USA nach Aussage von US-Außenminister Rex Tillerson jederzeit für Gespräche mit Pjöngjang verfügbar. "Wir sind für ein erstes Treffen ohne Vorbedingungen bereit. Lasst uns einfach zusammenkommen", sagte Tillerson in einer Ansprache bei dem außenpolitischen Forschungsinstitut Atlantic Council am Dienstag (Ortszeit).

US-Außenminister Rex Tillerson: USA bereit für Gespräche mit Nordkorea

Dabei spiele das Thema der Gespräche keine Rolle, so der Außenminister. Aus seiner Sicht könne gar über die Form des Tisches geredet werden, solange sich die beiden gegenüber säßen. Unterhändler könnten dann ihre gemeinsamen Ziele abstecken.

Nordkorea provoziert mit Atombomben- und Raketentests

Die Spannungen mit den USA hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte.

Tillersons machte die Bemerkungen kurz vor dem ersten Staatsbesuch des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in China. Moon war am Mittwoch in Peking eingetroffen, um während seines viertägigen Besuchs mit der chinesischen Führung neben bilateralen Themen auch über die Nordkorea-Kirse zu sprechen.

Pjöngjang droht USA mit Atomschlag

Moon befindet sich in einer Zwickmühle: Ein Streit wegen der Stationierung eines neuen US-Raketenabwehrsystems in Südkorea hatte die Beziehungen zu China monatelang belastet. Die Wiederherstellung des Vertrauens habe deshalb bei seinem Besuch Vorrang, hatte Moon vor seiner Abreise gesagt. Gleichzeitig will Moon aber auch seine US-Verbündeten nicht verärgern. Die Aufstellung des Abwehrsystems THAAD sei eine "unvermeidliche" Entscheidung für Südkorea gewesen, um sich gegen potenzielle Raketenangriffe durch Nordkorea zu schützen.

Trotz einer Verschärfung der internationalen Sanktionen hatte Nordkorea Ende November erneut eine Interkontinentalrakete getestet. Die Führung erklärte kurze Zeit später, das Land könne jetzt das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen.

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jat/news.de/dpa

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