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Terror-Anschlag in New York: Täter ließ sich von Weihnachtsmarkt-Anschlägen inspirieren

Mitten im Berufsverkehr am Montagmorgen knallt es am New Yorker Times Square. Ein 27-Jähriger will sich mit einer Art Rohrbombe in die Luft sprengen und verletzt dabei auch drei Passanten. Die Behörden sprechen von Terror. Nun suchen die Ermittler nach dem Motiv.

Polizisten stehen am 11.12.2017 in der Nähe einer U-Bahn-Station am Times Square in New York (USA), nachdem es zuvor dort eine Explosion gegeben hatte. Bild: dpa

Nach einem versuchten Terroranschlag nahe dem New Yorker Times Square mit vier Verletzten suchen Ermittler nach dem Motiv des Täters. Der 27 Jahre alte Mann hatte am Montagmorgen (Ortszeit) zur Hauptverkehrszeit versucht, sich mit einer vermutlich selbst gebauten Rohrbombe selbst in die Luft zu sprengen. Der Medienberichten zufolge aus Bangladesch stammende Mann namens Akayed Ullah sei "verärgert" gewesen und habe als Einzeltäter gehandelt, sagte New YorksGouverneur Andrew Cuomo dem TV-Sender CNN.

Terror-Anschlag in New York: War der Täter ein ISIS-Sympathisant?

Der Täter sei "nicht wirklich Teil eines anspruchsvollen Netzwerkes gewesen", sagte Cuomo weiter. "Anscheinend ist er ins Internet gegangen und hat Informationen heruntergeladen, wie man eine Bombe baut." Allerdings berichtet CNN, dass der Täter ISIS die Treue geschworen haben soll. Zudem soll er regelmäßig ISIS-Propagandaseiten im Internet besucht haben.

Nach Medienberichten lebt der Mann seit 2001 in den USA und war im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu Hause, wo viele Muslime leben. Zwischen 2012 und 2015 hatte er nach Angaben der New Yorker Transportbehörde eine Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung in der Stadt. Unter Berufung auf Behördenkreise berichtet CNN, dass nicht Rache das Motiv des 27-Jährigen war sondern der Nah-Ost-Konflikt.

Weihnachtsmarkt-Anschläge als Inspiration

Zudem sollen die ISIS-Weihnachtsmarkt-Anschläge den Täter inspiriert haben. So berichtet CNN , dass er explizit den Times Square als Anschlagsziel ausgewählt hatte, weil dieser zur Weihnachtszeit immer so üppig dekoriert ist.

Explosion am Times Square: Versuchter Terror in New York

Der Anschlag ereignete sich in Manhattan, in einem unterirdischen Verbindungstunnel zwischen dem Busbahnhof Port Authority - mit fast 70 Millionen Passagieren pro Jahr der betriebsamste Busbahnhof der Welt - und der U-Bahn-Station Times Square, der belebtesten in ganz New York. Der Tatverdächtige erlitt bei der Explosion Brand- und Schnittverletzungen an Händen und Oberkörper, wurde festgenommen und ins Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit. Drei Passanten wurden leicht verletzt.

Versuchter Anschlag in New York: Täter wollte sich in die Luft sprengen

Der Mann habe die vermutlich selbst gebaute Bombe am Körper getragen und bewusst gezündet, hieß es von der Polizei. Es sei ein eher amateurhaft zusammengebauter Sprengsatz gewesen, sagte Gouverneur Cuomo. Die Befragung und Untersuchung des Mannes liefen, hieß es von der Polizei.

Der Gouverneur betonte, New York sei ein Symbol für Freiheit und Demokratie. "Das macht uns zu einem Ziel", sagte er mit Blick auf mögliche Terroranschläge. "Das ist die Realität New Yorks." Er dankte Polizei und Rettungskräften für ihren Einsatz. Nur rund sechs Wochen zuvor hatte es in New York einen Terroranschlag mit einem Kleinwagen gegeben, bei dem acht Menschen getötet und elf verletzt worden waren.

Präsident Trump fordert härtere Einwanderungsgesetze

US-Präsident Donald Trump nutzte den Vorfall, um für eine härtere Einwanderungspolitik zu werben. Einmal mehr sei bewiesen, dass "Amerika sein laxes System reparieren" müsse, erklärte Trump in einer Mitteilung. Nach Medienberichten stammt der 27-Jährige aus Bangladesch und reiste als Neffe eines US-Staatsangehörigen mit einem Visum ein.

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fka/bua/news.de/dpa

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