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Jamaika-Sondierung aktuell: Entscheidender Tag! Das steht heute auf dem Plan

Nachdem die angestrebte Einigung in den Jamaika-Sondierungsgesprächen vertagt wurde, stehen  heute wichtige Themen auf der Tagesordnung. Seehofer selbst kämpft ums politische Überleben.

Spitzenvertreter aus CDU, CSU, FDP und Grüne beraten bei den Jamaika Sondierungsgesprächen über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer Regierung. Bild: Silas Stein / dpa

CSU-Chef Horst Seehofer hat alle Seiten zu einer disziplinierten Anstrengung in der entscheidenden Sondierungsrunde über ein Jamaika-Bündnis aufgerufen. "Das ist heute schon ein hartes Stück Arbeit, weil die besonders wichtigen Themen auf der Tagesordnung stehen", sagte Seehofer am Samstag bei seinem Eintreffen zu den Verhandlungen an der CDU-Zentrale in Berlin. "Ich glaube, man kann heute Abend schon eine bessere Einschätzung abgeben, ob es funktioniert oder nicht. Aber entschieden - schlussendlich - wird morgen."

Nachdem die angestrebte Einigung bis zum Freitagmorgen wegen unüberbrückbarer Gegensätze gescheitert war, haben sich CDU, CSU, Grüne und FDP nun eine Einigungsfrist bis Sonntagabend gesetzt.

Heute entscheidender Tag für Sondierungsverhandlungen

Auf die Frage, was für eine Einigung geschehen müsse, sagte der bayerische Ministerpräsident: "Viel. Lassen Sie uns die Chancen der nächsten Stunden. Es ist jetzt doch ein entscheidender Tag und den muss man diszipliniert angehen." Zur Stimmung unter den Sondierern äußerte er sich zurückhaltend: "Wir sind in jedem Fall heute ausgeschlafen. Das ist eine gute Voraussetzung."

Mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen habe er gut gefrühstückt, sagte Seehofer. "Wichtige politische Dinge werden oft bei Frühstücken entschieden." Entschieden worden sei aber nichts. Mit Kretschmann hätte er immer eine Koalition bilden können - wohl auch mit der Lösung von Migrationsfragen. "Aber hier sitzen andere Leute für die Grünen" mit am Tisch, sagte Seehofer.

Horst Seehofer kämpft ums politische Überleben

Zu einem Bericht der "Bild"-Zeitung, nach dem die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner dafür eintrete, den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 per Urwahl bestimmen zu lassen, äußerte sich Seehofer zurückhaltend. Er beteilige sich nicht an Personaldiskussionen, "solange wir hier über die historisch wichtige Frage reden, ob eine Regierungsbildung möglich ist". Dies habe die CSU so vereinbart.

Seehofer kämpft in einem CSU-internen Machtkampf gegen den bayerischen Finanzminister Markus Söder ums politische Überleben. Aigner ist Vorsitzende des wichtigen CSU-Bezirks Oberbayern.

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kns/news.de/dpa

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