24.10.2017, 11.27 Uhr

Frauke Petry und "Die Blauen": Petry tritt gegen AfD nach! DAS plant sie für ihre neue Partei

Frauke Petry hat kurz nach der Bundestagswahl ihren Austritt aus der AfD bekanntgegeben. Die Gründung ihrer neuen Partei "Die Blauen" ist vollzogen und die Strukturen nehmen Form an. Jetzt hat sie gegen die AfD nachgetreten.

Frauke Petry tritt in einem Interview gegen die AfD nach. Bild: dpa

Die ehemalige AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht bei ihrer alten Partei einen Richtungswechsel zu einer "sozialpatriotischen Partei". Per Definition wären das dunkle Aussichten. Die AfD befindet sich damit am äußersten rechten Rand mit einer nationalistischen Einstellung, wo es wichtiger ist, das soziale Gefüge und die staatlichen Strukturen im Land außer Kraft zu setzen.

Höcke und Gauland geben der AfD eine nationalistische Ausrichtung

Unter dem Einfluss von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke und Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland würden "Kernfelder einer konservativen und wirtschaftsorientierten Politik, etwa die Ablehnung eines Mindestlohnes, aufgegeben", sagte die fraktionslose Bundestagsabgeordnete der "Freien Presse". In Berlin konstituiert sich am Dienstag der Bundestag. Erstmals wird darin auch die AfD vertreten sein.

Wichtiger sei für die AfD somit ein politischer Weg mit nationalistischen Einflüssen, der sich stark am Sozialchauvinismus orientiert. Die Pläne haben weniger mit einem sozialen Staatsgefüge zu tun, als mit einen politischen Kampf in Klassen.

Frauke Petry gründet neue Parte und orientiert sich an der CSU

Petry hatte die Partei nach der Bundestagswahl verlassen. Sie begründete dies unter anderem mit einer "Radikalisierung" der AfD. Petry hatte wiederholt selbst mit provokanten Thesen oder Begriffen für Aufsehen gesorgt, unter anderem mit einem Vorstoß für eine Rehabilitierung des Wortes "völkisch". Frauke Petry hat mittlerweile eine neue Partei gegründet, "Die Blauen", in der sich sich den bürgerlichen Schichten annähern will.

In dem Interview betonte sie, dass "Die Blauen" nicht darauf abzielen, so viele AfD-Wähler wie möglich auf ihre Seite zu ziehen, vielmehr orientierte sich das politische Programm an der konservativen Linie der CSU. Ebenso will Frauke Petry die Wähler gewinnen, die sich von den großen Volksparteien alleingelassen fühlen. Ihren Abgang aus der AfD begründet sie mit der mangelnden Unterstützung ihrer konstruktiven und vernünftigen Inhalte.

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koj/loc/news.de/dpa

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