Folter in Kabul: Mit Folter-Handbuch! So grausam quälte die CIA ihre Opfer

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 setzten die US-Amerikaner möglichst alles daran, die Schuldigen ausfindig zu machen. Gegen verdächtige Terroristen ging die CIA mit äußerster Härte vor.

Im geheimen CIA-Gefängnis nahe Kabul kam auch Waterboarding zum Einsatz. Bild: Amnesty International UK/dpa

Es ist lange bekannt, dass die Amerikaner im Kampf gegen den Terror auch auf Folter setzten, um Informationen aus Verdächtigen herauszubekommen. Mit welcher Härte die CIA dabei vorging, zeigt ein Folterhandbuch, das jetzt öffentlich gemacht wurde.

James Mitchell und John Jessen schreiben Folterhandbuch für CIA

Rund 80 Millionen US-Dollar sollen die Psychologen James Mitchell und John Jessen von der CIA erhalten haben, damit sie von ihnen Tipps zum richtigen Foltern bekommen. Unter dem Titel "Gegenmaßnahmen von Verhörtechniken für den Al-Qaida-Widerstand" dokumentierten sie zahlreiche Methoden, um Gefangene gefügig zu machen. Es ist ein Handbuch des Grauens.

Haftanstalt "Cobalt": CIA foltert Terroristen nahe Kabul

Wie der "Gurdian" berichtet, errichtete die CIA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eine geheime Haftanstalt namen "Cobalt" nahe Kabul, in der Verdächtige verhört und die Foltertechniken ausprobiert werden sollten. Dabei wurden zum Beispiel Häftlinge nur mit Socken oder Windeln bekleidet in eiskalte Räume gesperrt oder in winzige Kisten gesteckt.

Auch Schlafentzug und Waterboarding sei dabei an der Tagesordnung gewesen. Die Methoden sollen bald Wirkung gezeigt haben: Viele der Gefangenen hätten dadurch ihren Lebenswillen verloren und die Folter mehr oder weniger freiwillig über sich ergehen lassen.

Forscher testeten Folter zuerst an einem Islamisten

Damit ihre Methoden auch wirklich erfolgreich sind, testeten die beiden Psychologen zuerst an einem palästinensischen Islamisten. Über 1.000 Stunden soll er in eine enge Kiste gesperrt worden sein. Mindestens 83 Mal wurde er dem Waterboarding unterzogen – ohne Erfolg. Wie sich erst später herausgestellt haben soll, habe er tatsächlich nichts gewusst.

Und auch in Kabul waren die beiden zugegen, um die Foltermaßnahmen zu überwachen. Bedenken des Personals sollen sie dabei zurückgewiesen haben. Selbst wenn die Gefangenen über die Kälte klagten oder einen Arzt sehen wollten, werteten sie das Verhalten als "strategische Reaktion".

Lesen Sie auch: US-Präsident pro Waterboarding – "Es funktioniert!" Trump schockt mit Folter-Aussage.

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jat/rut/news.de

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