Atommüll Castor-Transport 2017: Atommüll auf dem Neckar unterwegs - So gefährlich ist der Transport!

Vom stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim wird derzeit Atommüll ins AKW Neckarwestheim transportiert. Der Castor-Transport verläuft über den Neckar. Atomgegner sehen den Transport auf einem Fluss kritisch.

Der dritte Castor-Transport auf dem Neckar ist unterwegs. Bild: dpa

Auf dem Neckar wird am Mittwoch erneut hoch radioaktiver Müll transportiert. Ein Spezialschiff habe am Morgen gegen 5.35 Uhr am stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim abgelegt, teilte der Energieversorger EnBW mit. Die Polizei bewacht den Castor-Transport auf der etwa 50 Kilometer langen Strecke in Baden-Württemberg unter anderem mit Booten, einem Hubschrauber und Einsatzkräften am Ufer.

Castor-Transport auf dem Neckar! Atommüll auf dem Weg nach Neckarwestheim

In zwei Fahrten im Juni und im September waren bereits je drei Castoren mit ausgedienten Brennelementen nach Neckarwestheim gebracht worden. Am 28. Juni hatte EnBW den bundesweit ersten Transport auf einem Fluss mit hoch radioaktivem Müll von Obrigheim nach Neckarwestheim geschickt. Insgesamt plant der Energieversorger fünf Transporte nach Neckarwestheim. Die Termine der Fahrten teilt EnBW nicht vorab mit. Das Unternehmen umgeht damit den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim.

Was sagen AKW-Gegner? So gefährlich ist der Transport wirklich

AKW-Gegner halten die Beförderung der insgesamt drei Container mit ausgedienten Brennelementen auf dem Neckar für höchst riskant. Die Umweltschützer wollen mit einer Mahnwache in Gundelsheim dagegen protestieren.

Auf der Internetseite "ausgestrahlt.de" fordern Castorgegner einen Stopp der Transporte auf dem Neckar. Der Grund: In Neckarwestheim sei das Gestein unter dem Atommüll-Lagertunnel porös und voller Hohlräume. Laut den Protestlern sei dies somit einer denkbar schlechtesten Plätze für die Lagerung von Atommüll. Sie plädieren dafür, in Obrigheim eine eigene Lagerhalle für radioaktiven Müll zu bauen.

Lesen Sie auch: Hier könnte eine deutsche Atom-Katastrophe drohen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/kns/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Empfehlungen für den news.de-Leser