Nach der Bundestagswahl 2017: AfD-Wähler bereuen ihr Kreuzchen

Nach der Bundestagswahl 2017 folgte die große Ernüchterung. Die großen Parteien stürzten ab, die AfD wurde der Wahlsieger. Doch genau diese Wähler bereuen jetzt ihre Entscheidung und würden am liebsten neu wählen.

Viele Wähler würden am Liebsten nochmal neu wählen. Bild: dpa

Rund 25 Prozent der Deutschen sind mit dem Ergebnis der Bundestagswahl so unzufrieden, dass sie neu wählen wollen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Danach ist die Gruppe der Neuwahl-Befürworter deutlich größer als die derjenigen, die sich eine große Koalition aus Union und SPDwünschen (16 Prozent). Für eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDPund Grünen plädieren 38 Prozent.

AfD-Wähler wollen neu wählen

Überraschend ist, dass unter den AfD-Wählern die Neuwahl-Befürworter besonders stark vertreten sind. Obwohl die rechtskonservative Partei bei der Wahl am 24. September auf Anhieb auf 12,6 Prozent gekommen ist, sprechen sich in der YouGov-Umfrage 62 Prozent ihrer Wähler für einen neuen Urnengang aus. Auch bei der Linken (38 Prozent) und der SPD (32 Prozent) ist der Wunsch nach einer Neuwahl verhältnismäßig hoch. Bei der FDP sind es dagegen nur 17 Prozent, bei den Grünen 14 Prozent.

CDU-Wähler scheinen zufrieden mit Ausgang der Bundestagswahl

Von den Wählern der Union sind sogar nur acht Prozent für eine Neuwahl. 55 Prozent befürworten dagegen ein Jamaika-Bündnis, 28 Prozent eine große Koalition, die die SPD allerdings ausgeschlossen hat. Bei Grünen (70 Prozent) und der FDP (62) gibt es eine deutliche Mehrheit für ein Jamaika-Bündnis.

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koj/news.de/dpa

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