Bundestagswahl 2017: AfD behauptet: Angela Merkel habe Amtseid gebrochen

Kurz vor der Bundestagswahl greifen die politischen Gegner von Angela Merkel tief in die psychologische Trickkiste, um noch verunsicherte Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Ganz weit vorne in diesem Spielchen: die Rechtspopulisten der AfD.

Angela Merkel wird immer häufiger Ziel von politischen Angriffen der Gegner. Bild: dpa

Mit einer Website in düsterem Design greift die AfD kurz vor der Wahl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) direkt an. Auf der Website "Merkeldieeidbrecherin.com", für die laut Impressum der AfD-Bundesvorstand verantwortlich ist, wird Merkel vorgeworfen, sie habe ihren Amtseid verletzt.

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Angela Merkel Schuld an 98 terroristischen Morden

Die AfD behauptet, durch Merkels "Versagen" seien 98 Menschen von Terroristen getötet oder verletzt worden. Als Merkels "Opfer" werden auch "fähige und verdiente Politiker" aufgelistet, die Merkel aus dem Weg geräumt habe. Auf dieser Liste finden sich unter anderem die CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Roland Koch und Friedrich Merz.

Wer Bundeskanzler wird, schwört, dass er seine "Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen" wird.

Gerichtliche Verantwortung soll Kanzlerin nach Amtszeit übernehmen

Es ist nicht der erste Angriff auf die Bundeskanzlerin. Seit 2015 muss die Bundesanwaltschaft bereits mehr als 1000 Strafanzeigen gegen Angela Merkel prüfen. meist kamen sie aus dem Umfeld der AfD und warfen Merkel Hochverrat vor. Alice Weidel, Spitzenkandidatin der AfD, forderte außerdem, dass die Kanzlerin nach ihrer politischen Amtszeit sich wegen ihrer Verfehlungen vor Gericht verantworten soll.

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koj/news.de/dpa

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