Flüchtlingskrise 2017: De Maizière will Asylbewerbern Leistungen kürzen

Nach Deutschland beantragen im Verhältnis zu anderen EU-Staaten relativ viele Flüchtlinge Asyl. das liege laut Bundesinnenminister Thomas De Maizière auch an den finanziellen Leistungen. Nun fordert er eine Kürzung.

Bundesinnenminister Thomas De Maizière fordert kürzere Leistungen für Asylbewerber. Bild: dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich für einheitliche Leistungen und Asylverfahren in allen EU-Ländern ausgesprochen. "Die Leistungen für Flüchtlinge sind (in Deutschland) im EU-Vergleich ziemlich hoch. Das ist Teil des Sogeffekts nach Deutschland", sagte er der "Rheinischen Post" (Samstag). In Ländern mit höheren Lebenshaltungskosten könne es entsprechende Kaufkraftzuschläge für die Berechtigten geben, fügte er hinzu.

De Maizière fordert: Gleiche Standards für Asylbewerber

Auch beim Rechtsschutz müssten gleiche Standards gelten. "Bei uns können abgelehnte Asylbewerber über diverse rechtliche Klagewege ihre Abschiebung hinauszögern, deutlich mehr als anderswo", klagte der Minister.

Laut der Statistikbehörde Eurostat beantragten im vergangenen Jahr 1.204.300 Asylsuchende erstmals Schutz in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Ihre Zahl war leicht rückläufig gegenüber 2015, als 1.257.000 Asylbewerber registriert wurden. 60 Prozent beantragten Asyl in Deutschland. 2016 waren dies 722.300 erstmalige Asylbewerber.

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bua/news.de/dpa

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