Rundfunkbeitrag in Deutschland: Verschleudert das ZDF die GEZ-Gebühren in Vietnam?

Für den TV-Zweiteiler "Ein Sommer in Vietnam" wollte das ZDF in den Sommermonaten in Asien drehen. Doch die Produktion fiel den extremen Wetterbedingungen zum Opfer. Nun wurden offenbar Hunderttausende Euros versenkt.

Hat das ZDF Gebührengelder in Vietnam verschleudert? Bild: Fotolia / Chanwit

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender ARD und ZDF müssen mit den Rundfunkgebühren haushalten. Aktuell beklagen die Sender, dass das Geld nicht ausreiche und der Beitrag angehoben werden müsse. Doch nun wirft eine aktuelle TV-Produktion ein anderes Licht auf den Haushalt der Sender. Werden Gebühren sinnlos verschleudert?

ZDF-Produktion wegen extremen Wetters abgesagt

Wie die "Bild" schreibt, wollte das ZDF in den Sommermonaten Mai bis Juli in Vietnam einen Zweiteiler drehen. Das Problem: Die Klimaverhältnisse machten dem Filmteam die Arbeit extrem schwer. Die Produktion musste abgebrochen werden.

Für den Spielfilm "Ein Sommer in Vietnam" standen Ex-"Verbotene Liebe"-Star Inez Bjørg David und Nikolai Kinski vor der Kamera. Doch lange währte der Dreh laut "Bild" nicht an. Die Hauptdarstellerin soll einen Hitzschlag erlitten und sich daraufhin sogar im Krankenhaus befunden haben. Die unerträgliche Hitze machte dem Produktionsteam schwer zu schaffen.

Produktionskosten gehen in die Hunderttausende

"Der sehr heiße und feuchte Sommer 2017 in Vietnam hat zu Verschiebungen im Drehplan geführt. Und wegen der Schwierigkeit, Drehplanänderungen, Drehgenehmigungen und Anschlussverpflichtungen der Darsteller zusammenzubekommen, hat man sich am 30. Drehtag entschlossen abzubrechen", ließ das ZDF der "Bild" mitteilen.

Doch trotz des abgebrochenen Drehs fallen enorme Kosten an. Schätzungen zufolge sollen diese im sechsstelligen Bereich liegen. Konkrete Zahlen werden allerdings nicht genannt. Werden hier etwa Gebührengelder verschleudert? Im Sommer wird dringend von Reisen nach Vietnam aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen abgeraten. Temperaturen über 40 Grad sind im Juni, Juli und August keine Seltenheit. Warum wurde die Produktion genau auf diesen Zeitraum gelegt? Hat niemand den Wetterbericht gelesen? Ob für den entstandenen Schaden Versicherungen aufkommen werden, ist unklar.

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bua/fka/news.de

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