Entspannung in Pjöngjang?
Südkorea plant Gespräche mit Nordkorea

Nach den angeblichen nordkoreanischen Raketentests ist das Verhältnis zum Nachbarn Südkorea angespannt. Nun geht Seoul auf Pjöngjang zu und bietet Gespräche an. Nun hofft die Welt auf Entspannung.

Südkoreas Präsident Moon Jae In will wieder stärker auf Pjöngjang zugehen. Bild: Wolfgang Kumm/dpa

Südkorea hat dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea die Wiederaufnahme von Militärgesprächen vorgeschlagen, um die Spannungen abzubauen. Die Verhandlungen könnten am kommenden Freitag auf nordkoreanischer Seite des Grenzortes Panmunjom stattfinden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Montag mit. Ziel sei es, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern einzustellen. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt.

Südkorea bietet Nordkorea Gespräche an

Es wären die ersten Gespräche zwischen Militärvertretern beider Länder seit etwadrei Jahren. Das Ministerium warte noch auf Antwort, sagte ein Sprecher. Noch ist unklar, worüber gesprochen werden soll. Doch wird vermutet, dass Südkorea unter anderem die Einstellung der Lautsprecher-Propaganda beider Seiten an der Grenze vorschlagen könnte.

Nordkoreanische Raketentests belasten Beziehung zu Südkorea

Die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit Anfang des vergangenen Jahre sehr angespannt. Zuletzt hatte Nordkorea am 4. Juli trotz internationaler Sanktionen und Warnungen erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. Ungeachtet der Spannungen hatte Südkoreas Präsident Moon Jae In erklärt, wieder stärker auf die international isolierte Führung in Pjöngjang zugehen zu wollen. 

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jat/news.de/dpa

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