AfD Wahlprogramm 2017: DAS ist das Programm der Alternative für Deutschland

Die AfD hat vor den Bundestagswahlen mehr mit internen Konflikten und Machtkämpfen zu tun. Ihr Wahlprogramm hat sie aber bereits im April beschlossen. Das sind die wichtigsten Punkte in der Zusammenfassung.

Alice Weidel (l) und Alexander Gauland sind die Bundestagswahl-Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland (AfD). Bild: dpa

Im Herbst 2017 stehen die Bundestagswahlen in Deutschland an. Am vergangenen Wochenende hat Die Linke als erste der im aktuellen Bundestag vertretenen Parteien ihr Wahlprogramm beschlossen. Die Grünen wollen auf ihrem Parteitag vom 16. bis 18. Juni nachziehen, ebenso die SPD eine Woche später am 25. Juni und Die Union Anfang Juli. Auch wenn die AfD zerstritten ist und sich mit einem internen Machtkampf und Intrigen beschäftigt, hatte sie hinsichtlich dem Wahlprogramm den meisten Parteien jedoch einiges voraus.

AfD-Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 auf Parteitag in Köln verabschiedet

Denn bereits im April 2017 hat die "Alternative für Deutschland" auf ihrem Parteitag in Köln ein Programm für die Bundestagswahl verabschiedet. In dem macht sie deutlich, dass sie die Demokratie in Deutschland in Gefahr sieht. Sie warnt: "Heimlicher Souverän in Deutschland ist eine kleine, machtvolle politische Oligarchie, die sich in den bestehenden politischen Parteien ausgebildet hat." Doch es ist nicht der wichtigste und längst nicht der einzige Punkt in ihrem Programm.

Alternative für Deutschland will Einwanderung stoppen

Den Fokus legt sie auf die Zuwanderung, die gestoppt werden müsse. Eine "ungeregelte Massenimmigration in unser Land und in unsere Sozialsysteme durch überwiegend beruflich unqualifizierte Asylbewerber ist sofort zu beenden." Integration sei eine Bringschuld der Migranten. Diese müssten sich "anpassen".

Die AfD will darüber hinaus verhindern, "dass sich abgeschottete islamische Parallelgesellschaften weiter ausbreiten". Ein Antrag, Kirchensteuern abzuschaffen, wurde abgelehnt. Ins Wahlprogramm aufgenommen ist aber die Forderung, Kirchenrepräsentanten wie Bischöfe nicht mehr aus Steuermitteln zu bezahlen. Eine Initiative der Nachwuchsorganisation Junge Alternative gegen eine medizinisch nicht indizierte Beschneidung von Jungen scheiterte. Parteivize Beatrix von Storch hatte mit Blick auf die jüdische Religionsgemeinschaft gemahnt, das sei "ein politisch völlig falsches Signal".

AfD fordert Austieg aus dem Euro und Steuersenkungen

Weiterer Kernpunkt im Wahlprogramm der selbsternannten Alternative für Deutschland ist der Euro. Deutschland soll den Euro-Raum verlassen, fordert die AfD. Für die Wiedereinführung einer neuen nationalen Währung - D-Mark - müssten rechtzeitig Vorkehrungen getroffen werden. Die AfD ist dagegen, dass Steuern und Abgaben "beliebig" erhöht werden können. Sie fordert eine Umsatzsteuersenkung um sieben Punkte.

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