Von news.de-Volontär Dominik Liebsch - 09.05.2017, 15.06 Uhr

Medienberichte: Hat Donald Trump Nordkorea ein Friedensangebot unterbreitet?

Japanischen und südkoreanischen Medienberichten zufolge treffen sich derzeit in Oslo US-Diplomaten und Vertreter Nordkoreas zu gemeinsamen Gesprächen. Gleichzeitig herrscht Verwirrung um ein angebliches Friedensangebot Donald Trumps an den kommunistischen Diktator Kim Jong-un.

Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un (links) und US-Präsident Donald Trump: Gibt es eine Chance auf Frieden? Bild: Wong Maye-E/Joel Auerbach/AP/dpa

Erneut Wirbel im Konflikt zwischen Nordkorea und den USA: Der japanische Nachrichtensender TV Asahi, aber auch die größte sükoreanische Rundfunkanstalt KBS haben berichtet, die für US-Angelegenheiten zuständige nordkoreanische Generaldirektorin im Außenministerium, Choe Son-hui, sei am Sonntag (07.05.2017) über Peking nach Europa geflogen. Angeblich, um im norwegischen Oslo mit US-Diplomaten zusammen zu kommen.

Südkorea wertet Gespräche zwischen den USA und Nordkorea nicht als Affront

Laut KBS habe das US-Außenministerium zuvor mitgeteilt, Gespräche mit Nordkorea unabhängig von der Regierung in Seoul führen zu wollen. Südkorea werte dies jedoch nicht als Versuch Pjöngjangs, Südkorea von den Verhandlungen um das Atom-Programm des kommunistischen Nachbarlandes auszugrenzen, zitiert KBS Lee Duk-haeng, Sprecher des südkoreanischen Vereinigungsministeriums. Die südkoreanische Regierung diskutiere in Angelegenheiten, die Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel betreffen, intensiv mit der US-Regierung, so der Sprecher.

Hat Donald Trump Nordkorea ein Friedensangebot unterbreitet?

Die entscheidende Frage: Lud der US-Präsident die Nordkoreaner unter bestimmten Bedingungen zu den Gesprächen in Oslo ein? Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News hatte gemeldet, die Verhandlungen seien unter der "Voraussetzung einer Denuklearisierung Nordkoreas" von den USA vorgeschlagen worden. Laut KBS wurde dies am Dienstag (09.05.2017) von der südkoreanischen Regierung allerdings dementiert: Ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul habe in einem Gespräch mit Journalisten gesagt, der betreffende Bericht sei nicht wahr. Es werde seitens der USA keine Einladung an Nordkorea erfolgen, ohne dass Südkorea davon Kenntnis habe.

"Finales Angebot": China soll zwischen Nordkorea und den USA vermittelt haben

Auch der britische "Daily Star" hatte unter Berufung auf "diplomatische Insider" berichtet, die USA hätten Nordkorea ein "finales Angebot" unterbreitet, welches darin bestehe, auf einen groß angelegten Militärschlag seitens ihrer Streitkräfte zu verzichten, wenn das kommunistische Land wiederum seine nuklearen Bestrebungen aufgeben werde. Vier Bedingungen hätten die USA Machthaber Kim Jong-un diktiert, die erfüllt sein müssten, damit die US-Streitkräfte vor den Küsten der koreanischen Halbinsel wieder verschwinden. Chinas Präsident Xi Jinping habe das Angebot an Pjöngjang übermittelt, doch Nordkorea setze seine Provokationen in Richtung der USA in gewohnter Weise fort.

Treffen in Oslo: Teilnehmer und Tagungsort weitgehend unbekannt

Sicher hingegen scheint zu sein, dass die Gespräche in Oslo am Montag begonnen wurden und auch am Dienstag an einem unbekannten Ort fortgesetzt werden sollten. Auch diverse skandinavische Medien berichteten über das Treffen. Ziel sei laut KBS vorrangig, Schockierendes Szenario: Hat Nordkorea Atomwaffen im Ausland versteckt?

FOTOS: Kim Jong Un Chronik seines grausamen Regimes

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lid/bua/news.de

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