Wahl in Frankreich 2017 im News-Ticker: Merci, Frankreich! Macron schlägt Le Pen mit mehr als 65 Prozent

Der Mitte-Links-Politiker Emmanuel Macron hat die Präsidentenwahl in Frankreich gewonnen. Nach ersten Hochrechnungen setzte sich der 39-Jährige in der Stichwahl am Sonntag mit 65,1 bis 65,5 Prozent der Stimmen gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen durch. Alle News sowie Infos zu TV-Übertragungen und Live-Stream der Frankreich-Wahl, erfahren Sie HIER!

Emmanuel Macron spricht am 07.05.2017, nachdem seine Konkurrentin Le Pen ihre Niederlage bei der Präsidentenwahl eingeräumt hat, im Hauptquartier seiner Bewegung "En Marche!" in Paris. Bild: dpa

Der Pro-Europäer Emmanuel Macron hat die Präsidentenwahl in Frankreich gewonnen. Nach ersten Hochrechnungen setzte sich der 39-Jährige in der Stichwahl mit 65,1 bis 65,5 Prozent der Stimmen gegen die rechtspopulistische Kandidatin Marine Len Pen durch. Die Front-National-Politikerin kam demnach am Sonntag nur auf 34,5 bis 34,9 Prozent.

Pro-Europäer Macron gewinnt Präsidentenwahl in Frankreich

Die französische Präsidentenwahl war in ganz Europa mit großer Spannung und Nervosität verfolgt worden. Marine Le Pen (48) hatte im Wahlkampf ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft versprochen und ein Ende der Gemeinschaftswährung Euro als normales Zahlungsmittel gefordert.

Der frühere Wirtschaftsminister und Investmentbanker Macron steht hingegen für einen klar europafreundlichen Kurs und tritt für eine enge Partnerschaft mit Deutschland ein. Er soll spätestens am 14. Mai die Amtsgeschäfte des scheidenden Staatschefs François Hollande übernehmen. Macron wird mit 39 Jahren der jüngste französische Präsident aller Zeiten sein.

Neue politische Ära in Frankreich erwartet

Innenpolitisch hatte Macron sich im Wahlkampf als "weder rechts noch links" positioniert. Er will die Wirtschaft des Landes mit Reformen wettbewerbsfähiger machen, damit das Land sich in der Globalisierung besser behaupten kann. Dazu wird er allerdings eine Mehrheit in der Nationalversammlung brauchen, die am 11. und 18. Juni gewählt wird.

Für Frankreich beginnt nach der Wahl an diesem Sonntag eine neue politische Ära. Schon seit der ersten Runde steht fest, dass der nächste französische Präsident erstmals seit Jahrzehnten weder aus dem Lager der Sozialisten noch aus dem der bürgerlichen Rechten kommt.

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Le Pen gratuliert Macron

Währenddessen hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen ihre Niederlage bei der französischen Präsidentenwahl eingeräumt. Sie habe Macron angerufen, um ihm zu gratulieren, sagte die Front-National-Politikerin am Sonntagabend in Paris.

Sie bezeichnete ihr Ergebnis als "historisch und massiv". Die Franzosen hätten damit "die Patriotische und Republikanische Allianz zur ersten Oppositionskraft zum Programm des neuen Präsidenten gemacht". Unter diesem Namen hatte die Front-National-Politikerin ihr Bündnis mit dem EU-Skeptiker Nicolas Dupont-Aignan geschlossen, der bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden war.

Schicksalswahl in Frankreich: Mit mehr als 65 Prozent setzte sich Emmanuel Macron gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen durch. Bild: dpa

Marine Le Pen räumt Niederlage bei französischer Präsidentenwahl ein

Die Präsidentenwahl habe die politische Landschaft in Frankreich neu geordnet - entlang des Grabens zwischen "Patrioten und Globalisierern", sagte Le Pen. Sie werde an der Spitze dieses Kampfes stehen, sagte sie mit Blick auf die Parlamentswahlen im Juni.

"Die Front National, die eine Strategie der Allianz gewählt hat, muss sich ebenfalls tiefgreifend erneuern, um auf der Höhe dieser historischen Gelegenheit und der Erwartungen der Franzosen zu sein", sagte sie. "Ich werde deshalb einen tiefen Umbau unserer Bewegung vorschlagen, um eine neue politische Kraft zu schaffen, die zahlreiche Franzosen erwarten und die mehr denn je nötig zur Sanierung des Landes ist."

Wahl in Frankreich vom 7. Mai 2017 als Wiederholung online und im TV sehen

Wenn Sie die Live-Übertragungen der Wahl in Frankreich am Sonntag verpasst haben, müssen Sie nicht traurig sein. Das Wahl-Ergebnis erfahren Sie im Anschluss an die Stichwahl in den aktuellen Nachrichten der verschiedenen TV-Sender. Auch ein Blick in die ZDF-Mediathek lohnt sich. Dort finden Sie zahlreiche Sendungen nach der Fernsehausstrahlung als kostenloses Video on Demand, das Sie sich jederzeit anschauen können.

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