AfD-Parteitag in Köln: Mega-Pleite für Frauke Petry! So geht es mit der AfD weiter

Auf dem turbulenten AfD-Parteitag stehen fünf Monate vor der Bundestagswahl wichtige Personalentscheidungen an. Nach dem hitzigen Auftakt ist noch offen: Wer wird Spitzen-Wahlkämpfer? Und was macht Frauke Petry, nachdem der Parteitag sie abgewatscht hat?

Frauke Petry stieß bei Ihren AfD-Kollegen auf taube Ohren. Bild: dpa

Der AfD-Parteitag in Köln geht am Sonntag nach hitzigen Debatten über das Wahlprogramm und die Ausrichtung der Partei in seinen zweiten Tag. Im Mittelpunkt steht die Kür des Spitzenteams, mit dem die rechtspopulistische Partei in den Bundestagswahlkampf ziehen will. Als wahrscheinlich gilt nach dem turbulenten Parteitagsauftakt, dass die Vizevorsitzenden Alexander Gauland und Beatrix von Storch dazu gehören werden, ebenso wie das VorstandsmitgliedAlice Weidel aus Baden-Württemberg.

AfD-Chefin Frauke Petry verzichtet auf Spitzenkandidatur

Die Vorsitzende Frauke Petry hatte nach wochenlangem Tauziehen vor einigen Tagen überraschend erklärt, sie stehe nicht zur Verfügung. Gauland kritisierte am Rande am Samstag in Köln, es sei bedauerlich, dass Petryihre Verantwortung nicht wahrnehme.

Nach ihrer Schlappe am ersten Tag des Parteitreffens zeigte diese sich am Samstagabend dennoch zuversichtlich, dass ihr die Partei noch folgen wird. Die Delegierten hatten es abgelehnt, sich mit einem Antrag Petrys zu befassen, mit dem sie eine strategische Neuausrichtung erzwingen wollte - mit dem Ziel einer mittelfristigen Koalitionsfähigkeit. "Ich glaube, dass die Partei aufwachen wird und sehen wird, dass eine Orientierung nach innen für eine Partei, die gewählt werden will, nicht ausreicht", sagte sie im ZDF-"heute journal".

Frauke Petry von der AfD abgewatscht

Viele Mitglieder hätten nicht verstanden, warum sie, Petry, eine Absage an einen fundamental oppositionellen Kurs für so wichtig halte, "weil sie - wie viel zu oft - eher die Innensicht auf die Partei haben, anstatt den Wähler als unsere wichtige Messlatte zu sehen", erklärte sie. "Ich weiß, dass einigen die Entscheidung auch leid tut." Ohne den vom Parteitag bejubelten Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen beim Namen zu nennen, fügte sie hinzu: "Das werden die kommenden Monate zeigen, dass man im Wahlkampf mehr zeigen muss als eine Parteitagsrede."

FOTOS: Frauke Petry voll peinlich Bitte lächeln! Die peinlichsten Bilder der AfD-Chefin

Jörg Meuthen attackiert Frauke Petry auf AfD-Parteitag in Köln

 

Meuthen hatte seine Amtskollegin im Plenum frontal angegriffen. Die Zuwanderungspolitik der Bundesregierung erklärte er unter großem Jubel für gescheitert. Gegner seien Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Martin Schulz und auch Grünen-Politikerin Claudia Roth. Die AfD werde niemals Koalitionen mit "solchen Figuren" eingehen. "Und nein, das ist keine Fundamentalopposition", rief er in Richtung Petry. Die betonte später vor Journalisten, sie werde ihrer Partei trotz schwindender Unterstützung vorerst nicht den Rücken kehren. Im ZDF bekräftigte sie dies.

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