15.04.2017, 09.16 Uhr

Bei US-Militärschlag: Nordkorea verspricht Trump "atomaren Donner"

Das isolierte Nordkorea ist nach Jahrzehnten kommunistischer Diktatur ein verarmter Staat, der sogar Hungersnöte kennt. Doch am Wochenende wurde auf Anordnung von oben gefeiert und paradiert. Nicht ohne eine neue Drohkulisse aufzubauen.

Nordkorea warnt US-Präsident Trump. Bild: dpa

Das kommunistische Nordkorea hat den 105. Geburtstag seines verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung mit einer großen Militärparade begangen. Durch das Stadtzentrum der Hauptstadt Pjöngjang marschierten Tausende Soldaten, begleitet von Panzern und anderen Militärfahrzeugen. Der autoritär regierende Staatschef des abgeschotteten Lands, Kim Jong Un, beobachtete die Parade von einem Podium aus.

Zuletzt wurde befürchtet, dass die kommunistische Regierung anlässlich des Geburtstags einen weiteren Atomwaffentest unternehmen könnte - während US-Kriegsschiffe auf die koreanische Halbinsel zusteuern. Oft nimmt die Führung die Geburtstage oder andere Feiertage zum Anlass, militärische Stärke zu demonstrieren. Die Führung im Norden strebt trotz internationaler Ächtung den Bau von Atomwaffen mit großer Reichweite an. Zuletzt gab es mehrere Raketentests, ein Atomwaffentest könnte bald bevorstehen.

Trump droht mit Eingreifen

Kims Geburtstag wird als "Tag der Sonne" bezeichnet. Er ist der höchste Feiertag des Landes. Der frühere nordkoreanische Staatschef ist auch 23 Jahre nach seinem Tod im Alltag der Nordkoreaner allgegenwärtig. Um den "ewigen Präsidenten" und als Staatsgründer verehrten Kim wie um seinen Sohn Kim Jong Il sowie seinen Enkel und jetzigen Machthaber Kim Jong Un wird ein intensiver Personenkult betrieben.

Nach mehreren Raktentests der Nordkoreaner hatte US-Präsident Donald Trump mehrfach mit einem Eingreifen gedroht, um eine Bewaffnung des Landes mit weit reichenden Atomraketen zu verhindern. Als Demonstration der Stärke wird am Wochenende ein Flottenverband mit dem Flugzeugträger USS Carl Vinson in den Gewässern nahe der Koreanischen Halbinsel erwartet. Am Ostersonntag kommt US-Vizepräsident Mike Pence in die südkoreanische Hauptstadt Seoul.

Präsident Donald Trump sagte laut "Defense News" auf die Frage, ob der Einsatz einer Riesen-Bombe in Afghanistan auch ein Signal an Nordkorea sei: "Nordkorea ist ein Problem - das Problem wird angegangen."

Nordkorea will Atomangriffe mit Atomschlägen vergelten

Eine große Rolle in dem Konflikt spielt China. Die USA wollen China dazu bewegen, den Druck auf seinen Nachbarn und traditionellen Verbündeten zu erhöhen. Auf Twitter schrieb der US-Präsident: «Ich bin sehr zuversichtlich, dass China angemessen mit Nordkorea umgehen wird. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, werden die VereinigtenStaaten es mit ihren Verbündeten sein.»

Man werde Atomangriffe mit Atomschlägen vergelten, sagteChoe Ryong Hae, Sekretär der nordkoreanischen Arbeiterpartei, während einer Gratulationsrede im nordkoreanischen Staatsfernsehen. Wie "CNN" berichtet, würde Nordkorea im Fall eines Eingreifens mit atomarem Donner und strafenden Blitzen" reagieren.

FOTOS: Kim Jong Un Chronik seines grausamen Regimes

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rut/news.de/dpa

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