Wladimir Putin vs. Donald Trump: Putin macht sich über Hörigkeit der Nato-Länder gegenüber Trump lustig

Nach der US-Attacke auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt, haben sich die Nato-Länder hinter Trump und dessen Vorgehen gestellt. Bei Putin stößt diese Reaktion sichtlich auf Unverständnis. Der Präsident übt mit deutlichen Worten Kritik.

Das Verhältnis zwischen Trump und Putin ist seit dem US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt äußerst angespannt. Bild: dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den US-Angriff auf einen syrischen Militärflughafen erneut als Verstoß gegen das Völkerrecht verurteilt. Er kritisierte, dass die Nato-Mitgliedsländer sich dabei hinter US-Präsident Donald Trump gestellt hätten. "Sie nicken wie chinesische Götzenbilder", sagte Putin in einem Interview des Fernsehsenders Mir, das am Mittwoch kurz vor Gesprächen von US-Außenminister Rex Tillerson in Moskau veröffentlicht wurde.

Putin: USA beging mit Angriff Völkerrechtsverletzung

Trump hatte die Militärbasis vergangene Woche beschießen lassen als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff der syrischen Luftwaffe. Putin hielt an der russischen Linie fest, dass es für den Chemiewaffenangriff keine Beweise gebe. "Aber die Verletzung des Völkerrechts gibt es. Das ist Fakt", sagte er.

Putin: Nato-Länder analysieren nicht, "was vor sich geht"

"Sie analysieren einfach nicht, was vor sich geht!", hielt er den westlichen Ländern vor. Trotz des generell gespannten Verhältnisses zu Trump hatten die Nato-Länder und auch die Siebenergruppe führender Industrienationen (G7) Verständnis für Trumps Vorgehen geäußert. Das war auch die Haltung der Bundesregierung.

Tillerson sollte am Mittwoch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sprechen. Auch ein Treffen mit Putin wurde erwartet.

Putin: Beziehungen zu USA haben sich unter Trump verschlechtert

Kremlchef Wladimir Putin hat eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und den USA seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump angeprangert. «Man kann sagen, dass das Vertrauensniveau auf Arbeitsebene nicht besser geworden ist, sondern eher schlechter, vor allem auf militärischer Ebene», sagte Putin dem Fernsehsender Mir am Mittwoch in Moskau. Die Aussage kommt zum ersten Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in Moskau. Tillerson sprach mit dem russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow. Ob es anschließend zu einem Empfang bei Putin im Kreml kommen würde, war zunächst offen.

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gea/news.de/dpa

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