Nach Gasangriff: Alibi von Russland: Syrische Luftwaffe traf Chemiewaffenfabrik

Die syrische Luftwaffe hat nach Angaben Russlands bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun im Nordwesten des Landes eine Chemiewaffenfabrik getroffen.

Bei einem mutmaßlichen Giftgas-Angriff in Syrien starben viele Kinder. Bild: picture alliance / Uncredited/Edlib Media Center/AP/dpa

Es sei ein großes Munitionslager der Terroristen und eine Ansammlung militärischer Geräte ins Visier genommen worden, teilte das Verteidigungsministerium laut Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch mit. Das gehe aus den Aufnahmen der russischen Luftraumbeobachtungssysteme hervor.

Russisches Alibi für Diktator Assad

Auf dem Gebiet der Lagerstätte hätten sich Werkstätten befunden, in denen Geschosse mit chemischen Kampfstoffen produziert worden seien, hieß es weiter. Aus diesem großen Waffenlager seien Chemiewaffen an Kämpfer in den Irak geliefert worden. Rebellen hätten ähnliche Geschosse bereits in Aleppo eingesetzt.

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Bei einem der schwersten Angriffe mit Giftgas in dem Bürgerkrieg waren am Dienstag Aktivisten zufolge mindestens 58 Menschen getötet worden, darunter 19 Kinder und elf Frauen. Die USA hatten Russland und den Iran in scharfer Form aufgerufen, ihren Einfluss auf Präsident Baschar al-Assad geltend zu machen. Der UN-Sicherheitsrat will am Mittwoch auf Antrag Frankreichs und Großbritanniens zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.

FOTOS: Syrien-Konflikt Assads brutaler Krieg

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koj/news.de/dpa

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