Angela Merkel vs. Martin Schulz: DARUM fordern Fernsehsender jetzt 2 TV-Duelle

Die Bundestagswahlen rücken näher, und die deutschen Fernsehsender haben sich Gedanken um die Austragung des traditionellen TV-Duells der Kandidaten gemacht. Das Resultat ist recht eindeutig: Es soll insgesamt zwei Duelle zwischen Merkel und Schulz vor laufenden Kameras geben.

Angela Merkel (CDU) und ihr sozialdemokratischer Herausforderer Martin Schulz sollen nach dem Willen der Fernsehsender in zwei TV-Duellen gegeneinander antreten. Bild: Michael Kappeler/dpa

Die großen deutschen Fernsehsender sind sich einig - zumindest wenn es um die Austragung des TV-Duells mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU)und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz geht:  ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 wollen alle zwei Duelle mit den beiden Kandidaten, ein öffentlich-rechtliches und ein privates.

ARD und ZDF für zwei TV-Duelle zwischen Angela Merkel und Martin Schulz

"Die ARD wünscht sich zwei TV-Duelle zwischen Angela Merkel und Martin Schulz", teilte ARD-Chefredakteur Rainald Becker der Deutschen Presse-Agentur mit. "Und zwar ganz konkret: ein öffentlich-rechtliches im Ersten und im ZDF sowie eines bei den Privatsendern."

Sein ZDF-Kollege Peter Frey bestätigte, dass sein Sender zusammen mit der ARD die Bundeskanzlerin und den SPD-Kanzlerkandidaten zu einem öffentlich-rechtlichen TV-Duell eingeladen habe: "Die Bandbreite der Themen vor der Bundestagswahl rechtfertigt zwei TV-Duelle. Dies würde auch einer breiteren Meinungsbildung der Bevölkerung zugutekommen."

Vor Wahl 2013 nur ein TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück

Laut Becker hat die Vergangenheit gezeigt, dass "die Konstellation mit vier journalistischen Fragestellern und zwei Spitzenpolitikern - wie vom Kanzleramt gewünscht - unglücklich ist." Vor der Wahl 2013 gab es nur ein TV-Duell mit Angela Merkel und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD). Die Fragen stellten Anne Will (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Stefan Raab (ProSiebenSat.1).

Bei SPD-Kandidat Schulz rennen die Sender mit ihrem Vorhaben offene Türen ein: Er hatte bereits vergangenen Freitag öffentlich geäußert, mehrere Fernsehduelle mit Merkel austragen zu wollen. "Ich stehe zur Verfügung - ich mach so viele, wie Frau Merkel sich traut", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung.

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"Die Menschen haben Fragen mehr als genug"

RTL-Chefredakteur Michael Wulf hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den Wunsch nach zwei Sendungen angekündigt: "Es gibt in diesem Wahlkampf so viele Themen, und die Menschen haben Fragen mehr als genug, dass diese in einer Sendung gar nicht alle behandelt werden können. Zwei TV-Duelle wären besser, aber letztlich geht's nicht ohne die Politik."

Auch Hans-Peter Hagemes, Informationsdirektor von ProSiebenSat.1, sagte: "Wir haben in einem gemeinsamen Schreiben sowohl dem Kanzleramt als auch dem SPD-Spitzenkandidaten offiziell den Vorschlag unterbreitet, ein von SAT.1 und RTL organisiertes TV-Duell im Vorfeld der Bundestagswahl durchzuführen und auszustrahlen."

Über Moderatoren-Namen machten die Sender noch keine Angaben - Will, Illner und Kloeppel dürften aber auch dieses Jahr wieder Anwärter sein. Stefan Raab hat sich aus der TV-Landschaft mittlerweile zurückgezogen.

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lid/news.de/dpa

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