CDU-Abgeordneter Kai Wegner: Kommt jetzt die Frauenquote für Flüchtlinge?

Wenn es nach Kai Wegner geht, kommen zu viele männliche Flüchtlinge nach Deutschland. Doch der Bundestagsabgeordnete der CDU hat prompt eine Lösung für die Misere parat - und fordert eine Frauenquote für in Deutschland ankommende Flüchtlinge.

Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner schlägt eine Frauenquote bei der Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland vor. Bild: Gregor Fischer / picture alliance / dpa

Für Kai Wegner, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter der CDU, liegt die Sache klar auf der Hand: In Deutschland kommen zu viele männliche Flüchtlinge an. Und genau dieses Ungleichgewicht in Sachen Geschlechtern bei Flüchtlingen sind dem CDU-Mann ein Dorn im Auge.

CDU: Kai Wegner fordert Frauenquote für Flüchtlinge in Deutschland

Deshalb schlägt der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete nun eine Frauenquote bei der Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland vor. Derzeit kämen vor allem junge, häufig alleinstehende Männer ins Land. "Ein Überschuss an Männern kann eine Gesellschaft aus dem Gleichgewicht bringen", warnte Wegner am Donnerstag.

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Das friedliche Zusammenleben sei durch die zahlreichen männlichen Flüchtlinge, die in der Bundesrepublik Asyl suchten, gefährdet. "Eine Geschlechterquote, die faktisch eine Frauenquote wäre, würde das Gleichgewicht der Geschlechter herstellen", ist sich der CDU-Mann sicher. Wie die "Welt" Wegner weiter zitiert, halte der Großstadtbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion Frauen und Kinder für "besonders schutzbedürftig" und billige ihnen daher eine bevorzugte Behandlung bei der Flüchtlingsaufnahme zu.

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CDU will mehr weibliche Flüchtlinge in Deutschland

Konkret schlägt Wegner vor, ab 2018 jeden Monat zu ermitteln, wie viele erwachsene Männer und Frauen als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Übersteigt die Zahl der Männer die der Frauen in einem Monat, sollten alleinreisende Männer an der Grenze abgewiesen werden. Einreisen dürften dann nur noch Frauen, Kinder und Paare. Sobald das Verhältnis wieder ausgeglichen sei, solle die Grenze wieder für alle Flüchtlinge geöffnet werden.

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loc/news.de/dpa

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