25.01.2017, 14.12 Uhr

Barron Trump: Zerbricht er am Medienrummel um seinen Vater?

Barron Trump ist der jüngste Sohn des US-Präsidenten Donald Trump. Doch in der Öffentlichkeit wurde eine regelrechte Hexenjagd auf den Zehnjährigen eröffnet. Wie wirkt sich das auf seine Kindheit aus?

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Wenn man ihn sieht, hat man das Gefühl, man habe eine Mini-Kopie seines Vaters vor sich. Er trägt Anzug (meist dunkelblau), weißes Hemd und Krawatte, seine halblangen blonden Haar hat er gescheitelt und nach hinten gekämmt, vorne wellt sich eine ähnliche Tolle wie beim Herrn Papa. Keine Frage: Barron Trump sieht - ob gewollt oder ungewollt - seinem Vater so ähnlich, dass Amerika vom "Little Donald" Trump spricht. Er ist erst zehn Jahre alt.

Barron Trump alias "Little Donald": Wie verkraftet er das Rampenlicht?

Nicht nur viele Amerikaner fragen sich: Was muss so ein Kind alles aushalten im Scheinwerferlicht, das der Vater sucht wie ein Mondsüchtiger? Zerbricht "Little Donald" am Medienrummel um den großen Donald?

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Schon jetzt hat das Kind mehr einzustecken als mancher Erwachsene verkraften kann. Als er zu nachtschlafender Zeit nach dem Wahlsieg seines Vaters mit der ganzen Familie auf die Bühne musste und dabei ein Gähnen nicht unterdrücken konnte, wurde ihm das von manchen Kommentatoren übel angerechnet.

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Der Antichrist! Böse Beleidigungen in den sozialen Netzwerken

Mehr noch: Bei der Amtseinführung habe er "gelangweilt", "arrogant" und "schlecht erzogen" gewirkt, wurde dem Kind vorgeworfen. Es gelte als rotzfrech, überheblich, und verwöhnt. Die britische Journalistin Caitlin Moran verglich Barron gar mit Joffrey, dem sadistischen Kindskönig aus der Hitserie "Game of Thrones".

"Little Donald" würde ihm hundertprozentig ähneln. Er sei der "Laich des Teufels" twitterte ein Anderer und nannte ihn "Damien". Das ist der Antichrist aus dem Horrorfilm "Das Omen". Es kursieren böse Gerüchte, Barron sei autistisch. Wiederum andere twittern, er wandere ums Weiße Haus auf der Suche nach Dingen, die er verbrennen könne. Er sehe aus wie ein Vampir und werde Tiere verstümmeln.

FOTOS: US-Wahlkampf So wettern die Stars gegen Donald Trump
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Trump und Clinton-Töchter mahnen Öffentlichkeit zur Raison an

Das alles prasselt auf einen Zehnjährigen ein. Für einen negativen Höhepunkt sorgte die NBC-Journalistin Katie Rich. Sie moderiert die Satire-Sendung "Saturday Night Live" und twitterte, Barron werde eines Tages der erste Amokläufer einer Homeschool sein. Rich wurde vom Sender suspendiert, sie selbst fand ihren Tweet anschließend als "unentschuldbar".

Nun bemühen sich die Eltern offensichtlich um Schadensbegrenzung. "Es gibt eine lange Tradition, nach der Kinder von Präsidenten abseits der Scheinwerfer groß werden können. Das Weiße Haus erwartet, dass diese Tradition fortbesteht", heißt es in einer offiziellen Erklärung. Und Chelsea Clinton, Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und der Trump-Gegnerin Hillary Clinton, schrieb auf Facebook und Twitter: "Barron Trump verdient die gleiche Chance wie jedes Kind - Kind zu sein."

Barron Trumps turbulente Kindheit: Früh ins Rampenlicht gezerrt


Als Donald Trump 2007 einen Stern auf dem Walk of Fame bekam, war Barron gerade Mal ein paar Monate alt. (Globe-Photos/ImageCollect)

Das Scheinwerferlicht ist eine frühe Lebenserfahrung des kleinen Donalds. Seine Mutter Melania nahm den sechs Monate alten Sohn mit zu den US Open. 2007 bekam Donald Trump einen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood. Natürlich war er mit Familie vor Ort. Melania kniete neben ihm auf dem Boden und hielt den zehn Monate alten Barron in ihren Händen.

Vor einigen Jahren gab Melania Trump ein Interview, da ging es um Kindererziehung und natürlich um Barron. "Als er fünf war, wollte er wie sein Papa sein: Geschäftsmann und Golfer", verriet das Ex-Model dem Eltern-Magazin "Parenting". Barron sei kein Kind, das Jogginghose trägt. "Er mag es, sich eine Krawatte umzubinden - wie sein Vater." Bekannt sind auch die Bilder vom Golfplatz, wenn Vater und Sohn am Abschlag stehen. Und seine Mutter postet immer wieder Fotos auf Instagram oder Facebook, wenn ihr kleiner Liebling golft oder mit Delphinen schwimmt.

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