Doch Parteiausschluss?: Jetzt spricht AfD-Chefin Petry Klartext im Fall Höcke

AfD-Chefin Frauke Petry hat sich noch einmal zum Fall ihres umstrittenen Parteikollegen Björn Höcke geäußert. Offenbar ist ein Parteiausschluss aus der Alternative für Deutschland noch immer nicht vom Tisch.

Sieht sich weiterhin mit einem möglichen Parteiausschluss konfrontiert: Thüringens AfD-Chef Björn Höcke. Bild: Martin Schutt/dpa

Ein Parteiausschluss des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke ist laut Parteichefin Frauke Petry noch nicht vom Tisch: Die vom Bundesvorstand beschlossenen Ordnungsmaßnahmen könnten alles sein - "von einer Abmahnung bis hin zu einem Parteiausschluss", sagte Petry am Dienstag (24.01.2017) im MDR. Allerdings nehme sich der Vorstand Zeit für "eine gründliche Arbeit in so einem ernsten Fall". Zu Höckes Rede und anderen Vorkommnissen gebe es innerhalb der AfD "ernsten Diskussionsbedarf".

Frauke Petry: Rauswurf von Björn Höcke aus der AfD nun doch möglich?

Höcke hatte am 17. Januar bei einem Auftritt in Dresden eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert. Mit seinen umstrittenen Aussagen zum deutschen Geschichtsverständnis sowie zum Holocaust-Mahnmal in Berlin löste er breite Kritik aus. Petry hatte Höcke als "Belastung für die Partei" bezeichnet. Am Montag sprach sich der Bundesvorstand für Ordnungsmaßnahmen gegen den Thüringer Parteichef aus, weil er mit seiner Rede dem Ansehen der Partei geschadet habe. Von einem Rauswurf war aber keine Rede.

FOTOS: Alternative für Deutschland Der AfD-Aufstieg in Bildern

Petry: Weiterhin in "die bürgerliche Mitte"

Laut Petry will der Parteivorstand in den nächsten Tagen feststellen, welche der Dresdner Äußerungen von Höcke nicht mit dem Parteiprogramm übereinstimmen. "Nirgends im Parteiprogramm steht, dass die AfD eine 180-Grad-Wende in der Erinnerungs- und Bewältigungskultur fordert", sagte die Parteivorsitzende. Sie kündigte an, weiter dafür zu kämpfen, dass die AfD "die bürgerliche Mitte" erreiche.

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lid/news.de/dpa

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