Bruno Ganz ist tot

Schauspiel-Star im Alter von 77 Jahren verstorben

Er war einer der bedeutendsten Schauspieler des deutschsprachigen Raums: Der Schweizer Bruno Ganz. Auf der Bühne und in zahlreichen Filmen hat er den Grübler, den Stillen gegeben - und den Diktator.

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Theresa Mays Brexit-Rede: Briten wollen EU-Freihandelsabkommen notfalls erpressen

Die Rede von Theresa May fing zahm an - dann der Paukenschlag: Großbritannien verlässt den europäischen Binnenmarkt. Die Regierungschefin schickte Drohungen und Schmeicheleien nach Brüssel. Die Reaktionen reichen von Kopfschütteln bis hin zu Ärger.

Theresa May will einen zügigen Brexit - und will die EU erpressen. Bild: dpa

Mit der Ankündigung, ihr Land aus dem europäischen Binnenmarkt zu führen, hat die britische Premierministerin Theresa May im In- und Ausland kontroverse Reaktionen ausgelöst. Die schottische Regierungschefin, Nicola Sturgeon, brachte erneut eine Abstimmung über die Unabhängigkeit ihres Landes ins Spiel. Trotz gegenteiligen Beteuerungen Mays wächst zudem die Angst vor einer festen Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland. Aus Brüssel und Berlin kamen mahnende bis wütende Stimmen.

May will Freihandelsabkommen mit EU

May hatte am Dienstag bei einer Grundsatzrede zum Brexit gesagt, Großbritannien strebe "keine Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt an". Ihr Land sei dann nicht mehr verpflichtet, "enorme Summen zum EU-Haushalt" beizutragen. Sie wolle stattdessen einen umfassenden Freihandelsvertrag mit der Europäischen Union schließen.

May will Zahl der EU-Einwanderer reduzieren

Die Zahl der EU-Einwanderer müsse reduziert werden, sagte May. Sie überforderten Schulen, Infrastruktur, Wohnungsmarkt und drückten die Löhne. Gleichzeitig sprach sie eine scharfe Warnung an die EU aus. Sollten Großbritannien auf dem Weg zu einem Freihandelsabkommen Steine in den Weg gelegt werden, könne das Land einen zerstörerischen Wettlauf um niedrige Steuersätze für Unternehmen in Gang setzen.

Vor und nach dem Brexit-Votum: Die wichtigsten Etappen
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Die Reaktionen der EU: Von Empörung, Wut und Trauer

Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die EU sei für die Austrittsverhandlungen gerüstet, twitterte Ratspräsident Donald Tusk. Er sprach von einem "traurigen Vorgang in surrealistischen Zeiten". Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) sagte: "Rosinen picken wird es nicht geben." Wer am EU-Binnenmarkt teilhaben wolle, müsse Teil der Gemeinschaft sein. "Damit zu drohen, Großbritannien in ein dereguliertes Steuerparadies zu verwandeln, wird nicht nur dem britischen Volk schaden, sondern ist auch eine kontraproduktive Verhandlungstaktik", schrieb der Europaabgeordnete Guy Verhofstadt auf Twitter.

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