12.01.2017, 08.57 Uhr

Sex-Workshop bei der Bundeswehr: Jetzt gibt's Sex-Nachhilfe für Von der Leyens Soldaten

Die Soldaten der Bundeswehr müssen bald die Schulbank drücken - allerdings zu einem Thema, das mit der Handhabung von Waffen oder Kampfvorbereitungen nichts zu tun hat. Medienberichten zufolge lässt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Soldaten vielmehr zu einem Sex-Workshop antreten.

Bei der Bundeswehr sorgt die Ankündigung eines Sex-Seminars für Aufsehen (Symbolbild). Bild: Peter Steffen / picture alliance / dpa

In ihrer Grundausbildung erhalten Soldaten der Bundeswehr bekanntlich Einweisungen in Waffenkunde, werden für mögliche Gefechte und Auslandseinsätze vorbereitet und in körperlicher Fitness gedrillt. Doch nun soll das Ausbildungsspektrum für Mitglieder der Bundeswehr offenbar erweitert werden - mit einem Workshop in Sachen Sex!

Sex-Workshop bei der Bundeswehr geplant

Davon berichtet die "Bild" und verweist auf ein Schulungsangebot des Verteidigungsministeriums für Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Der Workshop, den das Ministerium von Ursula von der Leyen für den 31. Januar angekündigt habe, trägt demnach den Titel "Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr". Damit soll den Soldaten, wie bei der "Bild" zu lesen ist, das Blickfeld unter anderem für homo- und bisexuelle sowie Transgender-Menschen geöffnet werden. Gleichzeitig soll die Bundeswehr mit dem Schulungsangebot für sexuelle Randgruppen attraktiver gemacht werden.

Ebenfalls lesenswert: Wie Transgender-Kindern in Deutschland geholfen wird

Ursula von der Leyen plädiert für "Vielfalt als Chance"

In ihrer offiziellen Einladung zu dem Sex-Workshop formuliert die CDU-Politikerin Ursula von der Leyen ihr Vorhaben wie folgt: "Vielfalt als Chance zu begreifen, ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr." Auch will es sich die Verteidigungsministerin nicht nehmen lassen, den Workshop Ende Januar selbst mit einer Ansprache zu eröffnen, bevor andere Redner wie der Generalinspekteur oder der Wehrbeauftragte zu Wort kommen sollen.

Lesen Sie auch: Ein Soldat packt aus: Das Rumgehure ist beschämend!

Bundeswehr will sich als moderner Arbeitgeber aufstellen

Mit dem Sex-Workshop will das Verteidigungsministerium die Geschlechteroffenheit auch in der Bundeswehr stärker etablieren und ein Zeichen setzen, dass sexuelle Vielfalt im Hehr wünschenswert sei, so die "Bild". Nicht zuletzt solle die Bundeswehr als "flexibler und moderner Arbeitgeber" aufgestellt sein, zitiert das Blatt das Verteidigungsministerium.

Aktuell beläuft sich der Anteil sexueller Randgruppen in der Bundeswehr Zahlen des Verteidigungsministeriums zufolge auf rund 6,6 Prozent beziehungsweise gut 17.000 Soldatinnen und Soldaten, die sich als homo- oder bisexuell, transgender oder ähnliches identifizieren.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/saw/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser