Nach "Nafri"-Debatte: Frau eines Polizisten postet Wut-Brief gegen Grünen-Chefin Peter

Während Simone Peter mittlerweile Fehler bei ihrer Bewertung des Kölner Polizeieinsatzes in der Silvesternacht eingeräumt hat, kann die Frau eines Polizisten die Worte der Grünen-Chefin nicht nachvollziehen - und macht ihrem Ärger Luft.

Der Kölner Polizeieinsatz in der Silvesternacht wurde zuletzt heiß diskutiert. Bild: dpa

Grünen-Chefin Simone Peter hat Fehler bei ihrer Bewertung des Kölner Polizeieinsatzes in der Silvesternacht eingeräumt. "Ich hätte abwarten sollen, bis weitere Informationen vorliegen. Das muss ich mir eingestehen", sagte Peter zuletzt "Spiegel Online". Falls der Eindruck entstanden sei, sie würde der Polizei pauschal Rassismus vorwerfen, bedauere sie dies.

"Nafri"-Debatte: Grünen-Chefin Peter gesteht Fehler ein

"Trotzdem ist es notwendig, dass man Polizeieinsätze in einem Rechtsstaat differenziert diskutiert und beurteilt. Teilweise wurde mir selbst diese Möglichkeit abgesprochen", sagte die Grünen-Vorsitzende. Sie setze sich gerne mit sachlicher Kritik auseinander. Einige Angriffe auf sie seien aber "diffamierend und verletzend" gewesen.

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Peter hatte zunächst im Gespräch mit der "Rheinischen Post" gesagt, es stelle sich die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn so viele Menschen allein wegen ihres Aussehens festgehalten würden. Sie kritisierte auch den Gebrauch des Begriffes "Nafris" für nordafrikanische Intensivtäter durch die Polizei. "Ich wünsche mir, dass Abkürzungen wie "Nafri", intern wie extern, aus dem Sprachgebrauch verschwinden", bekräftigte Peter.

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