Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Berlin: Islamischer Staat bekennt sich! Terror-Verdächtiger unschuldig

Ein Lkw rast auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in eine Menschenmenge, zwölf Menschen sterben. Die Polizei vermutet einen Terroranschlag. Doch offenbar ist der wahre Lkw-Täter noch auf der Flucht, wie Medienberichte nahelegen. Der stundenlang verhörte Verdächtige erwies sich offenbar als unschuldig.

In Berlin ist ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Bislang starben mindestens zwölf Personen. Bild: Michael Kappeler/dpa

Die Berliner Polizei hat nach dem Attentat auf dem Weihnachtsmarkt nach einem "Welt"-Bericht einen falschen Tatverdächtigen gefasst. "Wir haben den falschen Mann", zitierte die Zeitung am Dienstag eine Quelle aus der Berliner Polizei."Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Dienstag.

Islamischer Staat bekennt sich

Der Islamische Staat hat sich Medienberichten zufolge zu dem Anschlag bekannt. Mehr dazu hier.

Kein Haftbefehl nach Lastwagen-Anschlag auf Weihnachtsmarkt

Nach dem Lastwagen-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz ist der zunächst festgenommene Verdächtige wieder frei. Es sei kein Haftbefehl erlassen worden, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstagabend in Karlsruhe mit.

Falscher Verdächtiger festgenommen! Attentäter von Berlin noch bewaffnet auf freiem Fuß

Damit ergebe sich eine neue Lage. "Denn der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten", habe es aus der Polizei geheißen. Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt sagte bei einer Pressekonferenz: "Wir werden jetzt mit allen Kräften klären, inwieweit sich der Tatverdacht erhärtet." Falls sich herausstelle, dass der Verdächtige nicht der Täter sei, werde natürlich weiter ermittelt.

Nach der Todesfahrt eines Lkw auf einem Berliner Weihnachtsmarkt deutete zunächst vieles auf einen Terroranschlag hin. Die Polizei sprach am Morgen nach der Tat von einem "vermutlich terroristischen Anschlag", einen Unfall schlossen die Ermittler aus. Inzwischen hat Bundesinnenminidster Thomas de Maizière bestätigt, dass es keinen Zweifel mehr an einem Anschlag gebe.

Berlin: LKW rast in Weihnachtsmarkt

Bei der Tat im Herzen Berlins raste am Montagabend ein Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche und tötete mindestens zwölf Menschen. Weitere 49 Menschen lagen am Morgen zum Teil schwer verletzt in Krankenhäusern.

Das weiß man zu der Lkw-Amokfahrt in Berlin
Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt
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Der nach dem Lkw-Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Terror-Verdächtige leugnet die Tat. Der 23 Jahre alte Mann streite bisher alles ab, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

Ist der Attentäter von Berlin ein polizeibekannter Sex-Täter?

Der Terrorverdächtige war der Polizei im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem sexuellen Übergriff bekannt geworden. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen kam es im Juli im Kontext zu einem sexuellen Übergriff des Mannes auch zu Beleidigungen. Einen entsprechenden Eintrag gebe es in der Inpol-Datenbank, dem länderübergreifenden Informationssystem der Polizeien.

Mutmaßlicher Fahrer soll aus Pakistan kommen

Der mutmaßliche Fahrer des Lkw, der auf der Flucht vom Tatort festgenommen worden war, kommt nach Informationen des RBB-Inforadios aus Pakistan. Er sei am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist, berichtete der Sender unter Berufung auf Sicherheitskreise. Nach dpa-Informationen soll der Mann mehrere Identitäten genutzt haben. Er wurde am Morgen verhört. Der für den Staatsschutz zuständige Generalbundesanwalt in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen.

FOTOS: Eine Chronologie des Terrors Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt
zurück Weiter Der Unglücksort, kurz nachdem der LKW in den Weihnachtsmarkt gerast ist. (Foto) Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa Kamera

Mutmaßlicher Lkw-Fahrer als Flüchtling Naved B. identifiziert

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben den festgenommenen Verdächtigen unter dem Namen Naved B. als mutmaßlichen Flüchtling identifiziert. Der wohl 23 Jahre alte Mann habe zwei Alias-Namen geführt, die dem erstgenannten Namen sehr ähnlich seien, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Auch die Tageszeitung "Die Welt" hatte den Namen genannt.

Tatfahrzeug offenbar Lastwagen aus Polen

Der dunkle Lastwagen mit polnischem Kennzeichen fuhr laut Polizei gegen 20.00 Uhr auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt und zerstörte dabei mehrere Buden. Ein weiterer Mann, der auf dem Beifahrersitz saß, starb laut Polizei vor Ort. Er war Pole.

Der Lastwagen gehörte einer polnischen Spedition, wie deren Eigentümer Ariel Zurawski dem polnischen Sender TVN 24 sagte. Der Fahrer, sein Cousin, sei seit etwa 16.00 Uhr am Montag nicht mehr zu erreichen gewesen. Für ihn könne er die Hand ins Feuer legen, dass er kein Attentäter sei. "Ihm muss etwas angetan worden sein", mutmaßte er.

Der Lastwagen hatte Stahlkonstruktionen aus Italien nach Berlin transportiert, berichtete Zurawski. Wegen einer Verzögerung habe der Fahrer bis zum Dienstag warten müssen und den Lastwagen in Berlin geparkt. Die Berliner Polizei teilte dagegen mit, es bestehe der Verdacht, dass der Sattelschlepper in Polen von einer Baustelle gestohlen worden sei.

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