Kreml-Experte enthüllt: SO wird Putin Angela Merkels Wiederwahl verhindern

Der russische Präsident Wladimir Putin wird versuchen, eine Wiederwahl Angela Merkels in Deutschland im nächsten Jahr zu verhindern. Da ist sich der tschechische Russland-Experte Jakub Janda sicher. Eine zentrale Rolle wird bei Putins Strategie die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin spielen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt am 19. Oktober in Berlin den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin zum Ukraine-Gipfel vor dem Bundeskanzleramt. Bild: Wolfgang Kumm/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (62, CDU) tritt ein weiteres Mal bei der kommenden Bundestagswahl im nächsten Jahr an. Nun warnt Jakub Janda, stellvertretender Direktor der tschechischen Denkfabrik "Europäische Werte", in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung vor dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (64): Dieser werde mithilfe einer beispiellosen Kreml-Kampagne den Wahlkampf sabotieren und eine weitere Kanzlerschaft Angela Merkels in Deutschland zu verhindern versuchen.

Hackerangriffe auf Websites und Privatpersonen: "Angriff auf Medienlandschaft durch Desinformation"

Janda sieht Hackerangriffe wie die auf die deutsche Telekom als ein mögliches Mittel Russlands, Verunsicherung in Deutschland zu stiften. Angela Merkel hatte Russland indirekt für die Attacke verantwortlich gemacht. Mit solcherlei solle das Gefühl bei der Bevölkerung hervorgerufen werden, "dass die Bundesregierung die deutsche Bevölkerung nicht schützen kann."

Der Russland-Experte hält aber auch gezielte Angriffe auf einzelne Personen für möglich: "Es wird Hacker-Angriffe auf private E-Mail-Accounts von CDU-Politikern, aber auch auf ihre Verwandten geben", so Janda zur "Bild"-Zeitung. Auch sogenannte Fake News, also Falschmeldungen, über deren Privatleben könnten vermehrt in Umlauf gebracht werden. Dabei gehe es den Russen um "einen Angriff auf die Medienlandschaft durch Desinformation".

Jakub Janda: Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik im Fokus der russischen Kampagnen

Janda hält vor allem die Instrumentalisierung der Flüchtlingspolitik Merkels für möglich: "Man wird versuchen, ihre öffentliche Legitimität zu untergraben und das auf verschiedenen Ebenen. Eine davon ist die Einwanderung. Alles Schlechte, das in diesem Zusammenhang in Deutschland geschieht, wird als ihr persönliches Versagen dargestellt werden." Die Kampagne werde darauf abzielen, Merkel als unaufrichtig hinzustellen und der Öffentlichkeit zu suggerieren, dass man ihr nicht trauen könne.

Darüber hinaus werde Russland sich aktiv dafür einsetzen, dass der Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei im Frühjahr endgültig scheitere. Dies werde der Propaganda-Kampagne neue Flüchtlinge und damit "neues Feuer" geben, so Janda zur "Bild".

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lid/gea/news.de

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