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Maybrit Illner: CDU-Politiker Spahn hat keinen Bock mehr auf Frauen mit Kopftüchern

Maybrit Illner wollte das Thema "Populismus" diskutieren. Dabei hat sie aber die Rechnung ohne ihre Gäste gemacht. Die hatten viel zu sagen, aber wenig beizutragen.

Maybrit Illner wollte zum Thema "Der Trump-Effekt – Siegeszug der Populisten?" mit ihren Gästen reden. Geklappt hat das nicht so wirklich. Bild: dpa

Maybrit Illner fragte am Donerstag-Abend in ihrer Talkshow "Der Trump-Effekt – Siegeszug der Populisten?" und hatte dazu sechs Gäste eingeladen, die das Thema diskutieren sollten. Anwesend waren Jens Spahn von der CDU, der Blogger Sascha Lobo, der Politologe Frank Stauss, AfDlerin Martina Böswald, die Soziologin Philomena Poetis und Stefan Petzner, der Ziehsohn von Jörg Haider.

Politologe mit interessantem Vorstoß - zu dem niemand etwas zu sagen hat

Nach einigem Angekeife, ohne die eine Talkshow über brisante Themen nicht auszukommen scheint, hatte Stauss etwas zum Thema der Sendung beizutragen. Der Politologe sah einen großen Unterschied darin, wie Politiker und Medien mit beiden umgehen. "Da läuft unter dem Radar eine ganz, ganz starke Binnenmigration. Die Kinder ziehen in die Städte, und die Eltern sitzen in viel zu großen Häusern und stellen fest, dass nix mehr nachkommt." Das würde großen Frust schaffen und Nährboden für Populisten bieten. Die anderen Gäste hatten dazu leider nichts beizutragen. Strauss`Anstoß verlief im Sand.

Die Migrationsfrage darf nicht als Rassismus abgestempelt werden

CDUler Spahn wollte mit Zahlen glänzen und befand: "99 Prozent der Weltbevölkerung würden gern in Deutschland leben!" Und zeigte, wie Populismus geht. Wenn Menschen Fragen zur Migration haben, könne man das nicht gleich als Rassismus abstempeln. Recht hat er. Leider bot er keine Lösung, sondern weiß nur, wer es so richtig falsch macht. "Diese Riesenkeule - und das ist das Problem mit den Linken, weil, die sind immer ziemlich gut damit -, da habe ich das Gefühl, dass viele sich in den Debatten nicht mehr wiederfinden." Klar, dass das wieder eine hitzige Diskussion auslöste. Illner musste eingreifen.

Spahn: Kopftuch ist keine Bereicherung

Petzner haute sodann eine wirklich wichtige These raus: "Rechtspopulisten verknüpfen die soziale Frage mit der Migrantenfrage" und Spahn wollte mitreden: "Ich finde es nicht eine Bereicherung, durch Straßen zu fahren, wo ich fast keine Frauen sehe, und wenn ich sie sehe, dann mit Kopftuch." So wirklich diskutiert wurde das nicht. Es folgte, wieder einmal, ein Gerangel, in dem sich jeder als der bessere Demokrat darstellen wollte. Was konnte man aus der Runde mitnehmen? Die schönste Streitkultur gibt es scheinbar immer noch in der Demokratie.

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gea/loc/news.de

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