Bundespolizei kritisiert Flüchtlingspolitik: "Migrationskrise!" Straftaten steigen um mehr als 30 Prozent

Die Bundespolizei kritisiert die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung aufs Schärfste. Im Jahresbericht 2015 wird von einem Anstieg der Straftaten um 30 Prozent gesprochen. Diese Delikte sind besonders angestiegen.

Laut Bundespolizei sind die Straftaten in Deutschland um mehr als 30 Prozent angestiegen. Bild: Fotolia / Brian Jackson

Die Bilanz der Bundespolizei für das Jahr 2015 ist erschreckend. Die Straftaten stiegen um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Als Grund mache die Polizei die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung verantwortlich, schreibt der "Focus Online".

Anstieg der Straftaten in Deutschland um 31,6 Prozent

Die Bundespolizei ist für den Schutz von Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen zuständig. 2015 registrierten die Beamten 436.387 Straftaten. Das entspricht einem Anstieg von 31,6 Prozent. Vor allem nahm die Anzahl der Diebstahlsdelikte um 11,9 Prozent (auf 57.146) zu. Die Taschendiebstähle stiegen um 5,1 Prozent auf 19.296 Delikte. Doch den größten Anstieg registrierte die Bundespolizei bei Straftaten gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz sowie das Freizügigkeitsgesetz der EU. Die Straftaten stiegen um 151,6 Prozent auf 171.477 Fälle an. 865.374 Asylsuchende reisten unerlaubt nach Deutschland ein.

"Migrationskrise" hält Bundespolizei in Atem

Die Polizei gebe vor allem der Bundesregierung die Schuld für den Anstieg der Straftaten. Polizeipräsident Dieter Romann wünsche sich laut "Focus" ein schärferes Vorgehen in der Flüchtlingspolitik. Er spricht von einer "Migrationskrise". Zudem kritisiere die Bundespolizei ein "Vollzugsdefizit" bei Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber.

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FOTOS: 2015 - Das Jahr der Flüchtlinge Die Flüchtlingskrise in Bildern

bua/fka/news.de

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