Rentenforderung: Die Linke: "Mindestrente von 1050 Euro notwendig"

Immer mehr Menschen im Rentenalter leben in Armut. Um ihre Kosten zu decken, gehen viele sogar weiterhin jobben. Um der Altersarmut entgegenzuwirken, bleibt die Linke bei ihrer Forderung. Sie pocht auf eine Mindestrente von 1.050 Euro.

Steigende Altersarmut in Deutschland. (Symbolbild) Bild: dpa

Zur Absicherung der Rente von Geringverdienern und sozial Schwachen pocht Linksfraktionschef Dietmar Bartsch auf Einführung einer Mindestrente. "Wir brauchen eine große Rentenreform, die den Lebensstandard im Alter sichert und Altersarmut verhindert", sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Deshalb ist eine Mindestrente von 1.050 Euro notwendig."

Dietmar Bartsch fordert Mindestrente von 1.050 Euro

Er machte auf die steigende Quote der von Armut bedrohten Über-65-Jährigen aufmerksam. Hinter den Statistiken würden sich Millionen Schicksale von Rentnern verbergen, sagte Bartsch. Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) wolle dies nicht sehen - "weder die Menschen, die nach einem Leben harter Arbeit nun in Armut leben oder von dieser zunehmend bedroht sind".

Jobaufschwung droht 2017 kräftige Delle

Ohnehin droht nach Einschätzung von Fachleuten dem Arbeitsmarkt-Aufschwung in Deutschland im kommenden Jahr eine kräftige Delle. Zwar sei keine schwere Jobkrise zu erwarten. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung müsse in der zweiten Jahreshälfte 2017 aber mit spürbar steigenden Arbeitslosenzahlen gerechnet werden, prognostizierten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum werde dazu auch die wachsende Zahl arbeitsloser Flüchtlinge beitragen.

Für Oktober rechnen die Volkswirte nahezu einmütig mit einem erneuten saisonbedingten Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 50.000 bis 55.000 auf rund 2,56 Millionen. Dies wären etwa 96.000 weniger als vor einem Jahr.

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jko/saw/news.de/dpa

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