Wladimir Putin: Kreml-Chef wird mit Friedenspreis geehrt

Ja, Sie haben richtig gelesen! Der Präsident von Venezuela, Nicolas Maduro, will Russlands Machthaber Wladimir Putin mit einem Friedenspreis ehren. Eigens dafür hat er den Hugo-Chavez-Preis gegründet.

Putin soll mit einem Friedenspreis geehrt werden. Bild: dpa

Es klingt wie ein schlechter Scherz: Venezuela will Wladimir Putin, den Mann, der Syrien bombardiert und mit Truppen in die Ukraine einmarschiert, einen Friedenspreis verleihen. Wie "Bild.de" berichtet, hat der venezolanische Präsident Nicolas Maduro die Gründung des Hugo-Chavez-Preises bekannt gegeben. Erster Preisträger soll demnach der Kreml-Chef werden.

Friedenspreis für Wladimir Putin aus Venezuela

Benannt ist der fragwürdige Preis nach dem sozialistischen Präsidenten Hugo Chavez, Vorgänger von Maduro. Dieser machte sich damit einen Namen, dass er enge Beziehungen zu Russland und zum Iran knüpfte.

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Während einer Fernsehübertragung gab der amtierende Präsident Venezuelas seine Pläne bekannt. "Ich habe entschieden, den Hugo-Chavez-Preis für Frieden und Souveränität zu gründen. Ich denke, dass Wladimir Putin den Hugo-Chavez-Preis verdient." Seiner Meinung nach sei Putin ein "Kämpfer für den Frieden."

Echter Friedensnobelpreis geht nach Kolumbien

Diese Ankündigung erfolgte wenige Stunden, nachdem der diesjährige Friedensnobelpreisträger bekannt gegeben wurde. Für das lange Ringen um ein Ende des Blutvergießens in Kolumbien erhält Präsident Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis. Die Auszeichnung würdige "seine entschlossenen Anstrengungen, den mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg in dem Land zu beenden", gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo bekannt. Der Konflikt zwischen linken Guerillagruppen, Militär und rechten Kampftruppen begann 1964 und hat über 220.000 Tote gefordert.

So "friedlich" ist Wladimir Putin wirklich

Seit mehr als einem Jahr sind die russischen Truppen in Syrien und kämpfen Seite an Seite mit dem syrischen Diktator Assad. Immer wieder kommt es zu Meldungen, dass russische Kampfjets Krankenhäuser und Wohnviertel bombardieren und dabei unschuldige Zivilisten töten.

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fka/news.de/dpa

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