Terror in Paris 2015: So schlichen sich die "Bataclan"-Attentäter in die EU

Im November 2015 erschütterte ein schwerer Terror-Anschlag die Pariser Innenstadt. 130 Menschen verloren in dieser Nacht ihr Leben, davon starben allein 89 bei einem Angriff auf auf die Konzerthalle "Bataclan". Nun wurde bekannt, wie sich die Täter in die EU schlichen.

In Panik fliehen die Menschen am 13. November 2015 aus dem "Bataclan". 89 Menschen sterben. Bild: Yoan Valat/dpa

In der Nacht vom 13. November 2015 ereignete sich einer der schlimmsten terroristischen Anschläge der jüngeren französischen Geschichte. Anhänger des Islamischen Staates stürmten das Stade de France, in dem gerade ein Freundschaftsspiel der deutschen und französischen Nationalmannschaft stattfand. Fast zeitgleich eröffneten Terroristen das Feuer im "Bataclan", einer Konzerthalle, in der die Band "Eagles of Death Metal" spielen sollte. Zudem stürmten die Angreifer zahlreiche Bars und töteten weitere Menschen. Ungarischen Ermittlern ist jetzt gelungen, den Weg der "Bataclan"-Angreifer zurück zu verfolgen.

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Terror von Paris: "Bataclan"-Attentäter reisten über Ungarn in die EU

Laut einem Bericht der "Bild" reisten die drei IS-Terroristen Samy Amimour, Omar Mostefai und Mohamed Aggad am 8. September 2015 über die grüne Grenze von Serbien nach Ungarn, wo sie regulär registriert wurden - allerdings unter einer falschen Identität. Anschließend lebten sie bis zum 17. September unerkannt in einem Hotel im Osten Budapests. Dort erhielten sie auch eine Geldsendung in Höhe von 1.000 Euro, die vom mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Salah Abdeslam, gestammt haben soll.

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Islamistischer Terror in Europa
London, Madrid, Paris, Nizza
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Salah Abdeslam schafft "Bataclan"-Attentäter unbehelligt nach Brüssel

Wie die "Bild" weiter berichtet, holte Salah Abdeslam die späteren Attentäter mit einem Mietwagen, ein Audi A6, anschließend in Budapest ab und brachte sie von Budapest nach Brüssel. Auf der Fahrt nach Belgien gab es keine Auffälligkeiten, sodass sie unbehelligt ankamen. Am selben Tag schloss Ungarn die grüne Grenze, die eine ungehinderte Einreise ins Land ermöglichte. Doch da waren die IS-Terroristen bereits ins Herz von Europa vorgedrungen.

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jat/gea/news.de

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