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Partystimmung bei der SPD?: So witzelt das Netz nach der Berlin-Wahl

Die etablierten Parteien wurden abgestraft, mehrere kleine Parteien profitierten davon - allen voran die AfD. Das Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben viele befürchtet. Zahlreiche User behelfen sich nun im Netz mit Galgenhumor.

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

21,6 Prozent für die SPD, 17,6 Prozent für die CDU, 15,6 Prozent für die Linke, 15,2 Prozent für die Grünen, 14,2 Prozent für die AfD und 6,7 Prozent für die FDP - ein Wahlergebnis dieser Art hatte mancher vorab befürchtet, wenige hatten aber wohl tatsächlich erwartet, dass es bei der Abgeordnetenhauswahl 2016 in Berlin so kommen würde. Das vorläufige Ergebnis ist offiziell und im Netz behelfen sich Nutzer teils mit einer gehörigen Prise Galgenhumor, um die Situation erst einmal zu verarbeiten.

Berlin-Wahl: Freibier für Nicht-AfD-Wähler

Dabei hatten Anhänger von SPD, CDU, Grünen und Co. doch fast alles versucht, um den Einzug der AfD zu verhindern. So teilte eine Nutzerin mit dem Namen @frausommerfeld ein Bild, auf dem ein Bierkasten am Straßenrand steht. Dahinter ist zu lesen: "Wer heute nicht die AfD wählt, darf sich ein Freibier nehmen!"

Mehr über die Social-Media-Plattform erfahren Sie in "Twitter für Einsteiger".

Alles Party?

Schon bald war allerdings klar, dass die AfD nicht nur einziehen, sondern auch zweistellig vertreten sein wird. "Partystimmung bei der SPD Berlin? Ich täte mich ja schämen. Gilt auch für CDU und Grüne", erklärte Nutzer @border_knits. Und @MarkAllhoff stellte vermutlich ernüchtert fest: "Nur ein klarer Sieger an diesem Sonntagabend in #Berlin: @HerthaBSC". Auch @lawyerberlin hielt es mit einem Fußballvergleich: "Ein Bundesligatrainer müsste nach so fatalen Pleiten und Niederlagen noch einmal in der 3. Kreisklasse anfangen, Frau #Merkel. #berlinwahl"

Natürlich war auch Jan Böhmermann (35) nicht still. Der Moderator und Satiriker meldete sich mit einem "SPD stärkste Fraktion im #agh16. Das muss der Lauer-Effekt sein, ganz klar" zu Wort. Und selbst einige reine Satire-Accounts, die sich als verstorbene Politiker ausgeben, stiegen auf den Zug mit auf. "Wahlsieger wird man mit 93%, liebe @spdberlin. Mit 23% ist man Wahlverlierer", erklärte @HoneckerMargot. Ihr vermeintlicher Mann, @DerWahreErich, hatte ebenfalls so seine Probleme: "Hier im Osten versteht man es nicht, warum man Parteien wählt, die für das zerstörerische Hartz-4-Armutsprogramm verantwortlich sind!"

Wie zu Hause

Und selbst Bayerns 1988 verstorbener Landesvater Franz Josef Strauß konnte sich so einige Kommentare nicht verkneifen. "Gratuliere zum Untergang, Berlin. Braucht ihr jetzt noch Brandbeschleuniger oder schafft ihr Linken das allein?", heißt es dort. Oder auch: "Berlin, die Hochburg der Linken. Eine Mauer wäre wieder eine Lösung." Am besten bringt aber eine Nutzerin mit dem Namen @katjaberlin die Angelegenheit auf den Punkt: "Niemand sucht die Schuld bei sich selber und jeder macht den anderen runter. So etwas kenne ich sonst nur von Familienfeiern. #agh16"

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