Donald Trump: Jetzt rebellieren schon die eigenen Leute gegen ihn

Der Widerstand gegen Donald Trump wird immer stärker. 50 Vertreter früherer republikanischer Regierungen sprachen ihm nun die Eignung zum US-Präsidenten ab und erklärten, ihn im November nicht zu wählen. Zudem verkündete ein Ex-CIA-Mitarbeiter seine Kandidatur für das Amt.

"Amerikanisierung, nicht Globalisierung, das wird unser neues Credo sein", sagt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Bild: Elaine Cromie/dpa

In einer Zeit, in der die USA Einheit und nicht Spaltung brauchten, spreche Donald Trump die schlimmsten Ängste der Amerikaner an, schreibt Evan McMullin auf seiner Homepage. Weil er Donald Trump als Präsidenten verhindern will, tritt der ehemalige CIA-Mitarbeiter als unabhängiger Kandidat an. Seine Chancen auf einen Sieg gehen gegen Null. Weil sich Millionen Amerikaner jedoch auch nicht von der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton repräsentiert fühlten, tritt er nun selbst an.

Republikaner gegen Trump: Das spricht gegen den Rechtspopulisten

Der Wahlkampf um die US-Präsidentschaft nimmt immer skurrilere Züge an. Vor allem der Widerstand gegen Immobilienmilliardär Trump scheint täglich neuen Wind zu bekommen - und das nicht nur durch Leute wie McMullin sondern auch aus Trumps eigenen Reihen. Die neueste Breitseite gegen den Rechtspopulisten: 50 hochrangige Vertreter früherer republikanischer Regierungen kritisierten ihn in einem offenen Brief heftig und sprachen ihm die Eignung zum US-Präsidenten ab.

Trump fehle es an Charakter, Werten, Erfahrung und Selbstbeherrschung, schrieben die Experten, zu denen die ehemaligen Minister für Heimatschutz Michael Chertoff und Tom Ridge, der frühere CIA-Direktor Michael Hayden und der ehemalige Direktor der Nationalen Nachrichtendienste, John Negroponte gehören. Viele von ihnen arbeiteten in der Regierung des Präsidenten George W. Bush.

Offener Brief gegen Trump: "Besorgniserregende Ignoranz grundlegender Fakten"

Keiner der 50 Unterzeichner werde für Trump stimmen, hatten sie geschrieben. Sie seien überzeugt, dass er ein gefährlicher Präsident und der waghalsigste aller Zeiten wäre. Im Weißen Haus würde Trump die Sicherheit und das Wohl des Landes gefährden. Ihm fehle es offenbar an Grundwissen über Verfassung, Gesetze und Institutionen der USA - etwa religiöse Toleranz, Pressefreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz. Im Gegensatz zu früheren Präsidenten mit wenig Erfahrung in der Außenpolitik zeige er kein Interesse, sich zu bilden. "Er stellt immer wieder eine besorgniserregende Ignoranz grundlegender Fakten der gegenwärtigen internationalen Politik zur Schau", hieß es.

Die Unterzeichner erklärten allerdings nicht ihre Unterstützung für Clinton. Das hatten zuvor andere Republikaner wie die Milliardärin Meg Whitman und der Abgeordnete Richard Hanna getan.

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