CDU-Verbraucherschutzminister Thomas Hauk: Politiker fordert Deutsch-Pflicht für Muslime in sozialen Netzwerken

Muslime in Deutschland sollen sich in sozialen Netzwerken auf Deutsch unterhalten, fordert zumindest CDU-Politiker Thomas Hauk. Dies sorge für mehr Transparenz - und verhindere, dass sich die aktuellen Unruhen in der Türkei auch auf Deutschland übertragen, so der CDU-Mann.

Geht es nach CDU-Verbraucherschutzminister Thomas Hauk, sollten in Deutschland lebende Muslime in sozialen Netzwerken ausschließlich Deutsch sprechen. Bild: dpa

Betrachtet man die CDU/CSU als Ganzes, so waren es in den letzten Monaten vor allem die Christsozialen, die mit abstrusen Forderungen, gefährlichen Selbsteinschätzungen und - sagen wir es, wie es ist - wenig intelligenten Kommentaren oder Reaktionen für Aufsehen gesorgt haben. Dass die Christdemokraten ihren Kollegen dabei jedoch in nichts nachstehen, beweist nun Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU).

Für mehr Transparenz und Ordnung: CDU-Politiker fordert Deutsch-Pflicht im Netz

Ebenso wie seine Leidensgenossen in der CSU hat sich der Minister nun offenbar den Kampf für mehr Sicherheit in der Bundesrepublik auf die Fahnen geschrieben. Doch damit nicht genug: Auch für mehr Transparenz im Internet wolle er sorgen. Und wie wolle er das erreichen? Ganz einfach, indem er Migranten vorschreibt, in welcher Sprache sie sich in sozialen Netzwerken zu unterhalten haben. Der deutschen, versteht sich.

"Muslimische Bürger bewegen sich im Internet häufig nur innerhalb der türkischen Community", kritisiert Hauk. "Sie müssen gezielt sensibilisiert werden." Er erhoffe sich dadurch, dass sich die aktuellen Unruhen in der Türkei nicht auf Deutschland übertragen, schreibt "express.de".

"Kultur des Hinschauens": So will Hauk das Netz sicherer machen

Und wie es sich für einen guten, hochmodernen Politiker gehört, hat Hauk auch gleich den Ursprung allen Übels erkannt. So wüssten MUSLIMISCHE Eltern nämlich noch immer nicht ganz genau, was ihre MUSLIMISCHEN Kinder da im Netz eigentlich so anstellen. Dass dies allerdings nicht nur auf Familien mit Migrationshintergrund zutrifft (und mit der Deutsch-Forderung wohl sogar noch verschlimmert würde), scheint dem Minister entgangen zu sein.

Eine Lösung des Problems gibt es als Sahnehäubchen noch obendrauf: Hauk wolle sich künftig dafür einsetzen, dass "Schulen Kurse anbieten, in denen Eltern Medienerziehung erlernen." So ließe sich eine "Kultur des Hinschauens" erschaffen, im Gegensatz zur "Kultur des Wegschauens", wie sie bisher existiere. Auch Lehrer wolle er dabei mit in die Verantwortung ziehen. Schließlich müssten sie "den Rat der Polizei einholen", wenn sie Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Schülern bemerken.

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mie/jko/news.de

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