Anschlag bei Würzburg: Reiste der Axt-Angreifer ungeprüft nach Deutschland ein?

Hätte der Axt-Angriff in einem Regionalzug bei Würzburg verhindert werden können? Laut Medienberichten soll der Täter ungeprüft nach Deutschland eingereist sein. Weder Behörden noch Polizei interessierten sich demnach für den Mann.

Der Würzburg-Attentäter verletzte mehrere Menschen in einem Regionalzug schwer. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Angreifer, der mit einer Axt auf die Fahrgäste einer Regionalbahn bei Würzburg losgegangen ist, soll bereits 2015 in Ungarn registriert worden sein. Dennoch konnte er angeblich unerkannt nach Deutschland einreisen.

Axt-Angreifer aus Würzburg in Ungarn registriert

Der 17-Jährige Attentäter soll bereits im Juni 2015 in Budapest einen Antrag auf Asyl gestellt haben. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf die angebliche Flüchtlingsakte des Angreifers. Demnach sei er unter einem anderen Namen registriert worden. Auch seine Fingerabdrücke wurden erfasst. Anschließend kam er in ein nahes Kinderheim, wo er kurz darauf verschwand und am 30. Juni 2015 über Passau nach Deutschland einreiste.

Würzburg-Attentäter soll ungeprüft nach Deutschland eingereist sein

Die ungarischen Behörden sollen korrekt gehandelt und die Fingerabdrücke des Mannes bereits am 26. Juni 2015 in die zentrale europäische Fingerabdruck-Datenbank EURODAC eingetragen haben. Als der Jugendliche nach Deutschland kam, hätten aber weder das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), noch die Polizei seine Daten überprüft, behauptet die "Bild". Das BAMF habe sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der 17-Jährige, der am 18. Juli 2016 mehrere Menschen mit einer Axt schwer verletzte, soll Kontakte zum IS gehabt haben. Der Täter wurde auf der Flucht von der Polizei erschossen.

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