01.08.2016, 08.05 Uhr

Neue Gesetze ab August 2016: Gesetzesänderungen ab 01.08.: Darauf müssen wir uns jetzt einstellen

Auch ab August gibt es wieder jede Menge neue Gesetze. Besonders Studenten und Arbeitnehmer können sich freuen. Welche Gesetzesänderungen auf Sie zukommen, lesen Sie wie immer top-aktuell bei news.de.

Diese Gesetze spülen Ihnen ab August mehr Geld ins Portemonnaie.  Bild: dpa

Ab 1. August gibt es einige Gesetzesänderungen, die vor allem Arbeitnehmer, Studenten und Hartz-IV-Empfänger betreffen.

Neue Gesetze ab 1. August 2016: Mindestlohn

Im Elektrohandwerk gilt künftig ein höherer Mindestlohn. An diesem Montag steigt in der Branche die Lohnuntergrenze in Ostdeutschland von 9,35 Euro auf 9,85 Euro und von 10,10 Euro auf 10,35 Euro in Westdeutschland. Ab dem 1. Januar 2018 gilt dann für alle im Elektrohandwerk tätigen Arbeitnehmer ein bundesweit einheitlicher Mindestlohn von 10,95 Euro. Das Elektrohandwerk beschäftigt etwa 41.500 Menschen.

Allgemeinverbindliche Mindestlöhne gelten für alle Beschäftigten einer Branche. Kein Arbeitgeber darf sie umgehen. Der Mindestlohn gilt auch für Elektrohandwerker, die in Betrieben fremder Baubranchen arbeiten, sofern dort kein anderer Tarifvertrag gilt. Oder für jene Beschäftigte, die von Arbeitgebern mit Sitz im Ausland entsendet werden. Der Branchen-Mindestlohn hat Vorrang vor dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Der gilt seit 2015.

Prämien für nachgeholte Abschlüsse

Für gering qualifizierte Beschäftigte soll es bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt geben. Von nun an können sie eine Prämie für bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen erhalten, wenn sie einen Berufsabschluss nachholen. Für Mitarbeiter in kleinen und mittleren Betrieben gibt es Zuschüsse bei Weiterbildungen außerhalb der Arbeitszeit. Die Regelung ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

12 Monate Arbeitslosengeld II

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld werden künftig für zwölf Monate bewilligt. Ziel der Rechtsvereinfachung für die Grundsicherung ist nach Angaben der Bundesregierung, Leistungsberechtigten schneller und einfacher Klarheit über ihre Ansprüche zu geben. Langzeitarbeitslose können zudem für drei Jahre eine öffentlich geförderte Beschäftigung ausüben; mehr Wohnungen können im Rahmen der Grundsicherung als angemessen bewertet werden; Auszubildende können aufstockend Arbeitslosengeld II beziehen; hat jemand einen Job gefunden, können die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit sechs Monate weiter bewilligt werden.

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